LWL-Glossar A–Z: Fachbegriffe der Glasfasertechnik erklärt
Wissen · Nachschlagewerk
LWL-Glossar A–Z
Dieses Glossar erklärt die zentralen Fachbegriffe rund um LWL-Steckverbinder, Spleiß- und Messtechnik sowie 19-Zoll-Baugruppen kompakt und praxisnah für Planung und Beschaffung. Von APC über MPO/MTP und OTDR bis Spleißmodul finden Sie hier Definitionen, die Sie direkt für Ihre technische Dokumentation nutzen können. Über die verlinkten Konfiguratoren und den Dämpfungsrechner setzen Sie das Wissen direkt in Ihre Projektplanung um.
19-Zoll-Rack
Ein 19-Zoll-Rack ist ein genormtes Montagegestell mit 19 Zoll Einbaubreite, dessen Höhe in Höheneinheiten (HE) gezählt wird und das LWL-Verteilfelder, Baugruppenträger und aktive Netztechnik in einer einheitlichen Systematik aufnimmt.
Das 19-Zoll-Rack ist die tragende Struktur jedes Technikraums: Weil Einbaubreite und Höhenraster genormt sind, lassen sich passive Verteiltechnik und aktive Systeme unterschiedlicher Hersteller im selben Schrank kombinieren. Die vertikale Einteilung erfolgt in Höheneinheiten, die horizontale Unterteilung von Baugruppenträgern in Teilungseinheiten, im Deutschen als TE bezeichnet, etwa bei einer 7TE breiten Baugruppe. Für die LWL-Ebene planen Sie neben den Verteilfeldern selbst immer auch Rangierebenen und Führungselemente ein, sonst geht der Vorteil der hohen Portdichte durch unbedienbare Kabelwege wieder verloren. Bei den Systemen von Fiber Products gilt: Der 4HE-Baugruppenträger stammt aus dem DIAMOND-Programm, während das F4P-System VarioConnect in 1HE und 3HE verfügbar ist, wobei die 3HE-Variante Spleißmodule aufnimmt und die 1HE-Variante Frontmodule. Für Umgebungen ohne Rack sind Wandverteiler oder Hutschienenboxen die passenden Alternativen. Passende Komponenten finden Sie unter ODF- und Systemtechnik. Verwandt: Rangiertechnik · Wandverteiler (WVM) · Hutschienenbox
Absetzen und Abmanteln
Absetzen und Abmanteln bezeichnen die vorbereitenden Arbeitsschritte, bei denen Außenmantel, Zug- und Schutzelemente sowie die Faserbeschichtung stufenweise entfernt werden, bis die blanke Glasfaser für Spleiß oder Steckerkonfektionierung freiliegt.
Im Sprachgebrauch meint Abmanteln das Öffnen des äußeren Kabelmantels, während Absetzen den gesamten gestuften Aufbau bis zur blanken Faser umfasst. Der übliche Ablauf: Mantel ring- oder längsförmig öffnen, Aramidgarne mit einer geeigneten Aramidschere kürzen, Bündeladern öffnen, bei gefüllten Adern die Füllmasse restlos mit Reinigungstüchern entfernen und zuletzt die 250-µm-Beschichtung mit der Absetzzange von der 125 µm dicken Faser abziehen. Reinigen Sie die blanke Faser danach mit Isopropanol und einem faserfreien Tuch, bevor Sie sie mit dem Faserbrechgerät trennen — Reste von Gel oder Beschichtung sind eine der häufigsten Ursachen für schlechte Spleißergebnisse. Wählen Sie Klingen und Werkzeugeinstellung passend zum Adertyp, denn eine Kerbe in der Faseroberfläche führt später zu Bruch, auch wenn der Spleiß zunächst unauffällig misst. Richten Sie die Absetzlängen nach der Vorgabe der verwendeten Kassette oder des Spleißmoduls aus, damit die Faserreserve sauber und ohne Unterschreitung des Biegeradius abgelegt werden kann. Verwandt: Bündelader vs. Vollader · LWL-Muffe · Aderfarbcode (DIN VDE und TIA-598)
Aderfarbcode (DIN VDE und TIA-598)
Der Aderfarbcode ist die genormte Farbreihenfolge, mit der sich einzelne Fasern und Bündeladern eines LWL-Kabels eindeutig zuordnen lassen, wobei im deutschsprachigen Raum traditionell die Folge nach DIN VDE 0888 und international die Folge nach TIA-598 verwendet wird.
Beide Systeme arbeiten mit zwölf Positionen, beginnen aber unterschiedlich: DIN VDE 0888 startet mit rot, grün, blau, gelb, weiß und grau, TIA-598 mit blau, orange, grün, braun, schiefergrau und weiß. Beide Codes sind heute im Umlauf, auch innerhalb eines Projekts. Verwechseln Sie die Systeme, entstehen falsch zugeordnete Faserpaare, die erst bei der Messung oder im Betrieb auffallen — dokumentieren Sie deshalb im Messprotokoll immer, nach welchem Code Sie belegt haben. Neben der Aderfarbe ist auch die Mantel- und Steckerfarbe konventionell belegt: Singlemode-Kabel sind meist gelb, OM3 aqua, OM4 aqua oder erika und OM5 limette; grüne Steckverbinder kennzeichnen eine APC-Schliffform, also eine schräg polierte Stirnfläche, die nicht mit PC- oder UPC-Ausführungen gepaart werden darf. Behandeln Sie Farben als Hinweis, nicht als Nachweis: Bei gemischten Beständen oder nachträglich konfektionierten Enden gilt die Dokumentation, nicht der Eindruck. Verwandt: Bündelader vs. Vollader · Absetzen und Abmanteln
APC vs. UPC
APC und UPC bezeichnen zwei unterschiedliche Schliffarten der Endfläche von Glasfaser-Steckverbindern, die sich in Geometrie und optischen Eigenschaften unterscheiden.
UPC (Ultra Physical Contact) ist gerade poliert und bietet eine niedrige Einfügedämpfung, weshalb dieser Schliff häufig in Multimode- und vielen Standard-Singlemode-Anwendungen eingesetzt wird. APC (Angled Physical Contact) besitzt dagegen einen 8°-Schrägschliff, der reflektiertes Licht aus dem Faserkern herauslenkt und dadurch eine deutlich höhere Rückflussdämpfung erreicht – wichtig für reflexionskritische Netze wie CATV oder hochsensible Übertragungssysteme. Die beiden Schliffarten sind mechanisch und optisch nicht kompatibel und dürfen nicht miteinander gesteckt werden, da dies die Endflächen beschädigen und die Strecke stark dämpfen kann. Bei der Zusammenstellung von Steckverbindern und Patchkabeln ist die konsequente Trennung von APC- und UPC-Komponenten daher Pflicht, etwa über E-2000 kaufen oder den BGT-Konfigurator.
Baugruppenträger
Ein Baugruppenträger (BGT) ist ein offener 19-Zoll-Rahmen – kein geschlossener Kasten – der 7TE-Einschubmodule wie Spleiß- oder Frontmodule aufnimmt.
Die Bauhöhe eines Baugruppenträgers wird in Höheneinheiten (HE) angegeben, die Breite der aufgenommenen Module in Teilungseinheiten (TE) – zwei Maßeinheiten, die in der 19-Zoll-Technik branchenüblich sind und die Kompatibilität zwischen Trägern und Modulen unterschiedlicher Bestückung sicherstellen. Ein 3-HE-Träger nimmt beispielsweise bis zu 12 Spleißmodule auf, was rechnerisch bis zu 288 Fasern entspricht; nicht belegte Einschubplätze werden mit Blindplatten verschlossen, um das Gehäuseinnere gegen Staub und mechanische Einwirkung abzuschirmen. Da der Baugruppenträger offen aufgebaut ist und keinen geschlossenen Kasten bildet, bleibt die Zuordnung von Modulen, Kupplungen und Faserwegen jederzeit einsehbar und lässt sich bei Erweiterungen oder Nachrüstungen unkompliziert anpassen, ohne das gesamte Gehäuse öffnen zu müssen. Passende Träger-Modul-Kombinationen für Ihr Projekt stellen Sie im BGT-Konfigurator zusammen; für individuelle Bestückungen erreichen Sie uns über die Anfrage-Seite.
Biegeradius
Der Biegeradius (Mindestbiegeradius) ist der kleinste Radius, mit dem eine Glasfaser gebogen werden darf, ohne dass unzulässig hohe Zusatzdämpfung oder mechanische Schäden entstehen.
Wird eine Faser enger gebogen als zulässig, tritt Licht am Krümmungspunkt aus dem Kern aus, was die Dämpfung der Strecke spürbar erhöht und im ungünstigsten Fall zum Faserbruch führen kann. Besonders relevant ist der Biegeradius bei der Verlegung in engen Kabelkanälen, bei der Rangierung im Rack sowie beim Einlegen von Fasern in Spleißkassetten, wo der verfügbare Platz oft begrenzt ist. Biegeunempfindliche Fasern der Klasse G.657 wurden gezielt für solche Anwendungen entwickelt und erlauben deutlich engere Radien als klassische Standardfasern, ohne die Dämpfung übermäßig zu erhöhen. Bei der Auslegung von ODF-Systemen wie dem F4P VarioConnect wird der zulässige Biegeradius bereits in der Kassettenführung berücksichtigt.
Blindplatte
Eine Blindplatte ist eine Abdeckplatte, die einen ungenutzten Modul-Slot in einem Baugruppenträger verschließt.
Die Blindplatte hält den Rahmen an Stellen, an denen noch kein Kupplungs- oder Spleißmodul eingesetzt ist, staubgeschützt und optisch aufgeräumt, und verhindert, dass durch offene Slots Luftzirkulation oder Verschmutzung ungehindert ins Rack gelangen. In der Praxis werden Blindplatten häufig für zukünftig geplante Erweiterungen genutzt: Der Baugruppenträger wird bereits mit ausreichend TE-Breite dimensioniert, freie Slots aber zunächst mit Blindplatten bestückt, bis der tatsächliche Bedarf an weiteren Modulen entsteht. So lässt sich ein ODF-System schrittweise ausbauen, ohne bei jeder Erweiterung den gesamten Rahmen tauschen zu müssen. Im modularen Aufbau des F4P VarioConnect sind Blindplatten ein Standardelement für nicht belegte 7TE-Steckplätze.
Bündelader vs. Vollader
Bündelader und Vollader bezeichnen die beiden grundlegenden Aufbauarten von LWL-Kabeln: In der Bündelader liegen mehrere Fasern lose und mechanisch entkoppelt in einem gemeinsamen Schutzröhrchen, während bei der Vollader auf jede einzelne Faser eine fest aufliegende Schutzhülle mit 900 µm Außendurchmesser aufgebracht ist.
Die Bauart entscheidet darüber, wo ein Kabel sinnvoll eingesetzt werden kann. Die Bündelader entkoppelt die Fasern von Zug, Dehnung und Temperaturbewegungen des Kabels und ist deshalb die typische Wahl für Außen-, Erd- und Rohrverlegung über größere Längen; das Röhrchen ist je nach Bauform mit Füllmasse gefüllt oder als Trockenader mit Quellvlies ausgeführt. Die Vollader lässt sich dagegen direkt konfektionieren, weil die Faser bereits eine handhabbare Schutzhülle besitzt, und ist damit die übliche Bauform für Innenkabel, Rangier- und Anschlusskabel sowie für Pigtails. Praktisch bedeutet das auch unterschiedliche Arbeitsschritte: Bündeladern müssen geöffnet, bei gefüllter Ausführung von Füllmasse gereinigt und in Schutzschläuche überführt werden, Volladern nicht. Achten Sie beim Übergang zwischen beiden Welten darauf, dass die Bündelader spätestens im Verteiler oder in der Muffe auf ein handhabbares Aderformat übergeht, damit Kassetten und Module bestimmungsgemäß belegt werden können. Verwandt: Aderfarbcode (DIN VDE und TIA-598) · Absetzen und Abmanteln · LWL-Muffe
Chromatische Dispersion
Die chromatische Dispersion bezeichnet die Verbreiterung optischer Impulse auf einer Glasfaser, die dadurch entsteht, dass unterschiedliche Wellenlängenanteile eines Signals die Faser unterschiedlich schnell durchlaufen.
Sie setzt sich aus Materialdispersion und Wellenleiterdispersion zusammen und wird in Pikosekunden pro Nanometer und Kilometer angegeben. Auf kurzen Zugangsnetzstrecken ist sie meist unkritisch; relevant wird sie bei hohen Datenraten und großen Längen, weil sich benachbarte Impulse überlappen und die Fehlerrate steigt. Bei der Standard-Singlemodefaser liegt der Nulldurchgang nahe 1310 nm, während im 1550-nm-Fenster mit der geringsten Dämpfung deutlich mehr Dispersion auftritt — dieser Zielkonflikt prägt die Systemplanung langer Strecken. Verwechseln Sie die chromatische Dispersion weder mit der Polarisationsmodendispersion, die auf der Doppelbrechung der Faser beruht, noch mit der Modendispersion, die es nur in Multimode-Fasern gibt. Erfasst wird sie mit eigenen Dispersionsmessgeräten, nicht mit dem OTDR. Verwandt: G.652.D · Gradientenindex- vs. Stufenindexfaser · Singlemode vs. Multimode
Comp./RJ-Zuführung
Die Comp./RJ-Zuführung bezeichnet die Bauform von Steckergehäuse und Kabeleinführung bei E-2000-Steckverbindern, wobei die Compact-Ausführung besonders schmal in der Steckerachse baut und die RJ-Ausführung ein Gehäuse in der von RJ-Steckern bekannten Form mit griffiger Knickschutztülle nutzt.
Die Zuführung ist ein Bestellmerkmal, das leicht übersehen wird, im Betrieb aber über Packungsdichte und Handhabbarkeit entscheidet. Die Compact-Variante baut schmal und eignet sich für dicht bestückte Frontmodule in 19-Zoll-Baugruppenträgern, in denen hinter der Frontplatte nur wenig seitlicher Raum zur Verfügung steht. Die RJ-Variante bietet eine größere, griffigere Tülle und ist dort im Vorteil, wo häufig gesteckt wird oder wo Anwender ohne LWL-Erfahrung an die Verbindung kommen; auch die zugehörigen Kupplungen greifen diese kompakte RJ-Form auf und sitzen in den 1-HE-Patchpanels der DIAMOND-Linie waagerecht nebeneinander. Achten Sie darauf, dass die gewählte Zuführung zum Durchmesser des eingesetzten Kabels beziehungsweise der Ader passt – eine zu große Tülle klemmt nicht sauber, eine zu kleine überdehnt den Mantel. Abzugrenzen ist der Begriff vom Knickschutz allgemein: Die Zuführung beschreibt die Bauform, in der das Kabel den Stecker verlässt, die Knickschutztülle ist das Bauteil, das den zulässigen Biegeradius unmittelbar hinter dem Stecker sichert. Passende Komponenten finden Sie unter DIAMOND-Programm. Verwandt: Verriegelung · E-2000
Crimpspleiß
Ein Crimpspleiß ist eine mechanische Faserverbindung, bei der zwei vorbereitete Faserenden in einer Hülse gegeneinander ausgerichtet und durch Verpressen der Hülse dauerhaft in dieser Position fixiert werden.
Der Crimpspleiß gehört zur Familie der mechanischen Spleiße und kommt ohne Spleißgerät, Strom und Lichtbogen aus, was ihn für Reparaturen im Feld, in engen Schächten oder bei kurzfristigen Provisorien interessant macht. Sie benötigen dafür lediglich Absetzwerkzeug, Faserschneider und das passende Crimpwerkzeug, wodurch die Einstiegshürde deutlich niedriger liegt als beim Spleißen mit Fusionsgerät. Der Preis dafür ist eine in der Regel höhere und über die Lebensdauer weniger stabile Einfügedämpfung als beim thermischen Spleiß, weshalb Crimpspleiße in dauerhaft betriebenen Backbone-Strecken unüblich sind. Achten Sie außerdem darauf, dass jede Crimpstelle eine mechanische Schwachstelle bleibt und entsprechend zugentlastet sowie in einer Kassette abgelegt werden muss. Für dauerhafte Installationen mit hoher Verfügbarkeitsanforderung ist der Fusionsspleiß oder eine gesteckte Verbindung die belastbarere Wahl. Verwandt: Mechanischer Spleiß · Spleißkassette · Konfektionierung
Dämpfungsbudget
Das Dämpfungsbudget bezeichnet die insgesamt zulässige Signaldämpfung über eine komplette Glasfaserstrecke, innerhalb derer die Übertragung noch zuverlässig funktioniert.
Das Dämpfungsbudget ergibt sich als Summe aus der Dämpfung der Faser selbst über ihre Länge sowie der Einfügedämpfung aller Steckverbindungen und Spleiße entlang der Strecke. Bleibt die berechnete Gesamtdämpfung unter dem vom Systembudget vorgegebenen Grenzwert, ist die Strecke betriebssicher; wird der Wert überschritten, muss die Anzahl der Kupplungen reduziert, die Streckenführung angepasst oder eine andere Fasertype gewählt werden. Das Dämpfungsbudget ist damit ein zentrales Planungskriterium bereits in der Entwurfsphase eines Netzes, insbesondere bei langen Singlemode-Strecken oder Netzen mit vielen Verteilerebenen. Zur überschlägigen Berechnung einer Strecke mit mehreren Elementen steht der Dämpfungsrechner zur Verfügung.
dB vs. dBm
dB ist ein relatives Verhältnis, etwa die Dämpfung einer Verbindung, während dBm einen absoluten Leistungspegel bezogen auf 1 Milliwatt angibt.
dB ist ein relatives Verhältnis, etwa die Dämpfung einer Verbindung, während dBm einen absoluten Leistungspegel bezogen auf 1 Milliwatt angibt. Eine Dämpfung, also der Verlust entlang einer Strecke oder an einer Steckverbindung, wird deshalb konsequent in dB angegeben, weil sie ein Verhältnis zwischen zwei Leistungswerten beschreibt. Ein am Pegelmesser abgelesener Wert dagegen ist ein dBm-Wert, da er eine tatsächlich vorhandene, absolute optische Leistung beschreibt. Die Verbindung zwischen beiden Einheiten ergibt sich rechnerisch: Die Differenz zweier dBm-Werte – etwa des Sendepegels und des Empfangspegels – liefert wieder einen dB-Wert, nämlich genau die Streckendämpfung. Wer beide Größen verwechselt, riskiert Fehlinterpretationen bei der Bewertung von Messprotokollen und Abnahmedokumenten. Einen realistischen Zielwert für die zulässige Streckendämpfung können Sie vorab mit dem Dämpfungsrechner ermitteln.
DIN VDE 0888
DIN VDE 0888 ist die deutsche VDE-Normenreihe für Lichtwellenleiter-Kabel in Fernmelde- und Informationsverarbeitungsanlagen, die deren Aufbau, Werkstoffe, Kennzeichnung und Prüfverfahren beschreibt.
Die Reihe stammt aus einer Zeit, in der LWL-Kabel in Deutschland überwiegend national geregelt wurden, und taucht bis heute in Ausschreibungstexten, Altbestandsdokumentationen und Materiallisten auf. Inhaltlich geht es um die Kabelseite: Faseranzahl und Bündelung, Mantelwerkstoffe, mechanische und klimatische Prüfungen sowie die Farbkennzeichnung von Adern und Bündeladern. Viele Teile der Reihe sind inzwischen durch international harmonisierte Kabelnormen der Reihe DIN EN 60794 abgelöst oder ersetzt worden, weshalb Sie bei Neuplanungen immer prüfen sollten, welches Dokument in der ausgeschriebenen Fassung tatsächlich gilt. Verwechseln Sie DIN VDE 0888 nicht mit den Verkabelungsnormen EN 50173 und ISO/IEC 11801: Diese regeln die Planung einer strukturierten Verkabelung, während DIN VDE 0888 das Kabel als Produkt beschreibt. Für Steckverbinder und passive Komponenten gelten wiederum eigene Normen, sodass ein normkonformes Kabel allein noch keine normkonforme Strecke ergibt. Verwandt: EN 50173 · ISO/IEC 11801 · IEC 61753
E-2000
Der E-2000 ist ein von der Schweizer Firma DIAMOND entwickelter Steckverbinder für Singlemode- und Multimode-Glasfaserkabel, dessen federgeschützte Staubschutzklappe die Ferrule automatisch abdeckt und gleichzeitig als Laserschutz dient.
Der E-2000 wird in Singlemode- und Multimode-Ausführung angeboten und deckt damit sowohl klassische Backbone- und Providernetze als auch lokale Glasfaserinfrastrukturen ab. Er gilt unter den gängigen LWL-Steckverbindern als besonders hochwertige Ausführung, da die integrierte Schutzklappe die empfindliche Faserendfläche automatisch vor Staub und mechanischer Beschädigung schützt, sobald der Stecker gezogen wird – eine separate Abdeckkappe entfällt dadurch. In der APC-Ausführung mit schräg geschliffener Ferrule erreicht der E-2000 eine sehr niedrige Einfügedämpfung bei gleichzeitig hoher Rückflussdämpfung, weshalb er bevorzugt in Rechenzentren, Carrier-Netzen und HFC-Infrastrukturen eingesetzt wird, wo stabile Übertragungswerte über viele Steckzyklen hinweg gefordert sind. Entwickelt wurde der E-2000 vom Schweizer Hersteller DIAMOND, der den Steckverbinder als Referenz für hochwertige LWL-Verbindungstechnik etabliert hat. Fiber Products liefert als offizieller DIAMOND-Partner das komplette E-2000-Programm; passende Steckverbindungen für Ihr Projekt stellen Sie im DIAMOND-Konfigurator zusammen.
Einfügedämpfung
Die Einfügedämpfung (Insertion Loss) ist der Signalverlust, den ein in die Übertragungsstrecke eingefügtes Element wie eine Steckverbindung oder ein Spleiß verursacht, angegeben in Dezibel (dB).
Je niedriger der Wert der Einfügedämpfung, desto geringer der Verlust und desto mehr optische Leistung steht am Ende der Strecke zur Verfügung. Die Einfügedämpfung entsteht durch Faserversatz, Luftspalte, Verschmutzung der Endfläche oder geometrische Abweichungen an der Kontaktstelle und wird bei jeder Steckverbindung und jedem Spleiß neu addiert. Sie ist damit einer der zentralen Werte, die bei der Planung eines Dämpfungsbudgets berücksichtigt werden müssen, da sich viele kleine Verluste über eine Strecke mit mehreren Kupplungen und Spleißen schnell summieren. Zur Abschätzung der Gesamtstrecke eignet sich der Dämpfungsrechner, der die einzelnen Elemente einer Strecke zusammenrechnet.
EMV bei Glasfaser
EMV bei Glasfaser bezeichnet den Umstand, dass die optische Übertragung in der Faser selbst weder elektromagnetische Störungen aussendet noch von ihnen beeinflusst wird, weshalb sich die Frage der elektromagnetischen Verträglichkeit auf metallische Kabelelemente und auf die aktive Technik an den Streckenenden verlagert.
Genau darin liegt der klassische Vorteil gegenüber Kupfer: In Umgebungen mit Frequenzumrichtern, Schaltanlagen, Bahnstrom oder Blitzschutzproblematik überträgt eine volldielektrische Faserstrecke störungsfrei und bildet zugleich keine galvanische Verbindung zwischen zwei Gebäuden oder Anlagenteilen. Voraussetzung ist, dass das Kabel tatsächlich volldielektrisch aufgebaut ist. Sobald metallische Elemente vorhanden sind, etwa ein Wellmantel als Nagetierschutz oder metallische Zug- und Stützelemente, muss dieser Metallanteil nach den geltenden Regeln für Erdung und Potentialausgleich behandelt werden, sonst verschenken Sie den Vorteil und schaffen einen neuen Fehlerpfad. Unberührt bleiben außerdem die aktiven Komponenten: Medienkonverter, Transceiver und Netzteile unterliegen weiterhin dem EMV-Recht und können Störungen einbringen. Prüfen Sie deshalb bei Gebäudeübergängen und industriellen Strecken früh, welcher Kabelaufbau vorgesehen ist, weil sich daraus der gesamte Erdungsaufwand ableitet. Verwandt: DIN VDE 0888 · EN 50173
EN 50173
EN 50173 ist die europäische Normenreihe für anwendungsneutrale Kommunikationskabelanlagen, die den Aufbau, die Struktur und die Leistungsanforderungen von Kupfer- und Glasfaserverkabelungen in Gebäuden und auf Grundstücken festlegt.
Anwendungsneutral bedeutet, dass die Verkabelung nicht für einen einzelnen Dienst geplant wird, sondern für eine Bandbreite künftiger Anwendungen ausgelegt ist. Die Reihe gliedert sich in einen allgemeinen Teil und Teile für unterschiedliche Umgebungen, etwa Bürogebäude, industrielle Bereiche, Wohnbereiche und Rechenzentren; in Deutschland ist sie als DIN EN 50173 eingeführt. Für den optischen Teil definiert sie Streckenklassen, die sich aus Faserkategorie, Länge und zulässiger Gesamtdämpfung ergeben, sowie den hierarchischen Aufbau aus Verteilern, Sammelpunkten und Anschlussdosen. Praktisch entscheidet die Norm damit mit darüber, wie viele Steckverbindungen und Spleiße Sie in einer Strecke unterbringen können, bevor das Dämpfungsbudget ausgeschöpft ist. EN 50173 ist inhaltlich eng mit ISO/IEC 11801 abgestimmt, weicht aber in Details und in der Teilenummerierung ab, weshalb Sie in Ausschreibungen die zitierte Normenfamilie genau lesen sollten. Verwandt: ISO/IEC 11801 · DIN VDE 0888 · IEC 61753
Endflächenprüfung (IEC 61300-3-35)
Die Endflächenprüfung nach IEC 61300-3-35 ist eine normierte Sichtprüfung der Steckerendfläche auf Kratzer und Partikel anhand definierter Zonen und Akzeptanzkriterien.
Die Endflächenprüfung nach IEC 61300-3-35 ist eine normierte Sichtprüfung der Steckerendfläche auf Kratzer und Partikel anhand definierter Zonen und Akzeptanzkriterien. Die Norm unterteilt die Ferrulen-Endfläche in mehrere konzentrische Zonen um den Faserkern und legt fest, welche Fehlergröße in welcher Zone noch tolerierbar ist. Verschmutzung zählt zu den häufigsten Fehlerursachen in LWL-Strecken überhaupt, da bereits mikroskopisch kleine Partikel spürbare Dämpfung oder Rückreflexionen verursachen können. Die eigentliche Prüfung erfolgt mit einem Faserprüfmikroskop, das die Endfläche vergrößert darstellt und bei modernen, digitalen Geräten automatisch nach den Kriterien der Norm bewertet. In der Praxis hat sich der Grundsatz „reinigen, prüfen, erst dann stecken“ etabliert, um Verunreinigungen nicht auf die Gegenseite zu übertragen. Eine dokumentierte Endflächenprüfung gehört damit zu den Standardschritten jeder sorgfältigen Inbetriebnahme, siehe auch das gesamte LWL-Glossar.
Faserprüfmikroskop
Ein Faserprüfmikroskop ist ein optisches oder digitales Mikroskop zur Inspektion der Steckerendfläche einer Glasfaser, meist mit austauschbaren Adaptern für verschiedene Steckertypen.
Ein Faserprüfmikroskop ist ein optisches oder digitales Mikroskop zur Inspektion der Steckerendfläche einer Glasfaser, meist mit austauschbaren Adaptern für verschiedene Steckertypen. Es macht Kratzer, Partikel und andere Verunreinigungen auf der Ferrule sichtbar, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind, aber die optische Übertragung erheblich beeinträchtigen können. Moderne, digitale Geräte gehen dabei über die reine Sichtprüfung hinaus: Sie werten die Endfläche automatisch nach den Zonen und Kriterien der Endflächenprüfung nach IEC 61300-3-35 aus und liefern ein klares Bestehen-oder-Durchfallen-Ergebnis. Für Techniker im Feld hat sich daraus der Grundsatz „reinigen, prüfen, erst dann stecken“ etabliert, um Verunreinigungen nicht in die Gegenseite zu übertragen. Ein Faserprüfmikroskop gehört damit zur Grundausstattung bei jeder Inbetriebnahme und Fehlersuche in LWL-Netzen, unabhängig vom verwendeten Steckertyp. Weitere verwandte Begriffe finden Sie im LWL-Glossar.
FC
FC (Ferrule Connector) ist ein Steckverbinder für Glasfaserkabel mit 2,5-mm-Ferrule und Schraubverschluss, der eine besonders vibrationssichere Verbindung herstellt.
FC (Ferrule Connector) ist ein Steckverbinder für Glasfaserkabel mit 2,5-mm-Ferrule und Schraubverschluss, der eine besonders vibrationssichere Verbindung herstellt. Anders als Push-Pull- oder Bajonett-Systeme wird der Verbinder aufgeschraubt und dadurch mechanisch fest arretiert, sodass er sich auch bei Erschütterungen nicht ungewollt löst. Aus diesem Grund ist FC vor allem in der Messtechnik sowie in industriellen Anwendungen mit erhöhter mechanischer Belastung verbreitet, etwa an Prüfgeräten und Referenzquellen. Beim Anschluss an einen Pegelmesser oder eine Lichtquelle sorgt der Schraubverschluss zudem für eine wiederholbare, präzise Steckposition, was für konsistente Messwerte wichtig ist – ein Zielwert für die Strecke lässt sich vorab mit dem Dämpfungsrechner abschätzen. Gegenüber Push-Pull-Steckern wie SC ist das Auf- und Abschrauben zwar zeitaufwendiger, dafür bietet FC in rauen Umgebungen eine höhere mechanische Sicherheit. In modernen Rechenzentren spielt der Verbinder wegen der geringeren Portdichte kaum noch eine Rolle.
Ferrule
Eine Ferrule ist eine Präzisionshülse aus Keramik oder Zirkonoxid im Inneren eines Steckverbinders, die die Glasfaser exakt zentriert führt und mit ihrer Endfläche den Kontaktpunkt zur Gegenseite bildet.
Eine Ferrule ist eine Präzisionshülse aus Keramik oder Zirkonoxid im Inneren eines Steckverbinders, die die Glasfaser exakt zentriert führt und mit ihrer Endfläche den Kontaktpunkt zur Gegenseite bildet. Die Genauigkeit, mit der die Faser in der Ferrule positioniert ist, entscheidet maßgeblich über die erreichbare Dämpfung und Rückflussdämpfung einer Steckverbindung. Je nach Steckertyp kommen unterschiedliche Durchmesser zum Einsatz: 2,5 mm bei SC, ST und FC sowie beim E-2000, und 1,25 mm bei LC. Die Endfläche der Ferrule wird nach dem Polieren in einer bestimmten Geometrie geschliffen, um Rückreflexionen zu minimieren. Da die Ferrule direkten Kontakt zur Gegenseite hat, wirken sich Kratzer oder Verschmutzungen unmittelbar auf die optische Übertragung aus. Sie ist damit das mechanisch wie optisch sensibelste Bauteil jedes Steckverbinders und sollte entsprechend sorgfältig behandelt werden.
Frontmodul
Ein Frontmodul (FM) ist ein 7TE-Einschubmodul für den Baugruppenträger, das vorkonfektionierte Pigtails auf einer flachen Trägerplatte führt, statt einer großen Spleißkassette.
Da im Frontmodul keine große Spleißkassette untergebracht werden muss, kommt es mit einem flacheren Chassis aus als das Spleißmodul und benötigt entsprechend weniger Bautiefe im Baugruppenträger. Die vorkonfektionierten Pigtails sind bereits werkseitig an die Steckverbinder angeschlossen, sodass vor Ort im Wesentlichen die Fasern auf der Trägerplatte fixiert und die Verbindung zur Zuleitung hergestellt werden muss – ein eigener Fusionsspleiß entfällt am Einsatzort. Die Frontplatte selbst ist bei beiden Modultypen identisch, das Innenleben unterscheidet sich; von außen ist ein bestücktes Frontmodul daher nicht ohne Weiteres von einem Spleißmodul zu unterscheiden. Als Faustregel für die Planung gilt: 1-HE-Baugruppenträger werden typischerweise mit Frontmodulen bestückt, während 3-HE-Träger eher Spleißmodule aufnehmen. Das komplette Sortiment an Kompakt- und Frontmodulen können Sie mit passenden Trägern bequem im BGT-Konfigurator kombinieren.
FTTH und FTTx
FTTH (Fiber to the Home) bezeichnet einen Glasfaseranschluss, bei dem die Faser ohne Kupferabschnitt bis in die Wohn- oder Gewerbeeinheit des Endkunden geführt wird, während FTTx als Sammelbegriff für alle Ausbauvarianten steht, die sich darin unterscheiden, wie nah die Faser an den Endkunden heranreicht.
Das x in FTTx steht für den Punkt, an dem die Glasfaser endet und – falls überhaupt – ein anderes Medium übernimmt. Bei FTTB endet die Faser im Gebäude, meist im Hausanschlussraum, und die Strecke bis in die Wohnung wird über vorhandene Kupfer- oder Koaxleitungen überbrückt; bei FTTC endet sie an einem Verteiler im Straßenraum. Nur FTTH kommt vollständig ohne Kupferabschnitt aus, weshalb sich an diesem Ausbaugrad die pro Teilnehmer planbare Bandbreite entscheidet. Für Sie als Planer bedeutet ein höherer Ausbaugrad vor allem mehr passive Übergänge: Je näher die Faser an den Teilnehmer rückt, desto mehr Spleiß- und Steckstellen sind zu dokumentieren und messtechnisch zu erfassen. Verwechseln Sie FTTH nicht mit der Zugangstechnik – ob ein FTTH-Anschluss als Punkt-zu-Punkt-Strecke oder als PON betrieben wird, ist eine davon unabhängige Entscheidung. Verwandt: PON, GPON und XGS-PON · HÜP (Hausübergabepunkt) · NVT (Netzverteiler)
G.652.D
G.652.D ist die in der ITU-T-Empfehlung G.652 beschriebene Variante der Standard-Singlemodefaser, die durch einen abgesenkten Wasserpeak im Bereich um 1383 nm über das gesamte Spektrum von 1260 bis 1625 nm nutzbar ist.
G.652.D gilt heute als Referenzfaser im Zugangs- und Verteilnetz; an ihr orientieren sich Planungsannahmen, Spleißvorgaben und Messprotokolle. Der abgesenkte Wasserpeak macht auch das E-Band nutzbar und ist damit Voraussetzung für CWDM-Systeme, die ihre Kanäle über das komplette Spektrum verteilen. Ihre Nulldispersion liegt nahe 1310 nm, die geringste Dämpfung im Bereich um 1550 nm — deshalb arbeiten kurze Strecken meist im 1310-nm-Fenster und lange Strecken im 1550-nm-Fenster. Zur Abgrenzung: G.652.D ist nicht biegeunempfindlich spezifiziert; wo enge Radien in Verteilern, Kassetten oder Hausanschlüssen zu erwarten sind, greifen Sie zu G.657. Beide Typen lassen sich problemlos miteinander spleißen, weil die A-Kategorien von G.657 auf Kompatibilität mit G.652.D ausgelegt sind. Verwandt: G.657.A1/A2 · Singlemode vs. Multimode · Chromatische Dispersion
G.657.A1/A2
G.657.A1 und G.657.A2 sind biegeunempfindliche Singlemodefasern nach ITU-T G.657, die bei engen Biegungen deutlich weniger Licht verlieren als eine Standardfaser und zugleich so ausgelegt sind, dass sie sich mit G.652.D verbinden lassen.
Entwickelt wurden diese Fasern für den Hausanschluss und für dicht gepackte Verteiler, in denen Kabel um Ecken, durch Kassetten und hinter Blenden geführt werden. A2 ist für engere Biegeradien spezifiziert als A1; die konkreten Radien und die zugehörigen maximalen Zusatzdämpfungen entnehmen Sie den Tabellen der Empfehlung. Die A-Kategorien sind bewusst auf Kompatibilität mit G.652.D getrimmt, sodass Übergänge zwischen beiden Welten optisch unauffällig bleiben — die B-Kategorien erlauben noch engere Radien, weichen dafür aber stärker vom Standardprofil ab. Beachten Sie dabei: Biegeunempfindlich heißt nicht knickfest. Die mechanische Lebensdauer des Glases begrenzt den zulässigen Radius weiterhin, unabhängig davon, wie wenig Licht an der Biegung austritt. Verwandt: G.652.D · Modenfelddurchmesser · Singlemode vs. Multimode
Gradientenindex- vs. Stufenindexfaser
Gradientenindex- und Stufenindexfasern unterscheiden sich im Brechzahlprofil des Kerns: Bei der Stufenindexfaser ist der Brechungsindex über den Kern konstant und fällt am Mantel sprunghaft ab, bei der Gradientenindexfaser nimmt er vom Zentrum nach außen kontinuierlich ab.
Das Profil entscheidet in Multimode-Fasern über die erreichbare Bandbreite. In einer Stufenindexfaser legen die Moden auf Zickzackwegen unterschiedlich lange Strecken zurück, der Impuls verschmiert und die nutzbare Länge sinkt deutlich. Das Gradientenprofil krümmt die Strahlengänge und lässt die weiter außen laufenden Moden in Zonen mit niedrigerem Brechungsindex schneller laufen, sodass sich die Laufzeiten weitgehend angleichen — deshalb sind die gebräuchlichen Multimode-Klassen von OM1 bis OM5 Gradientenindexfasern. Singlemodefasern besitzen zwar ein weitgehend stufenförmiges Profil, doch dort spielt Modendispersion keine Rolle, weil nur ein einziger Modus geführt wird. Klassischer Stufenindex begegnet Ihnen heute vor allem bei großkernigen Spezial- und Kunststofffasern für kurze, unkritische Verbindungen. Verwandt: Singlemode vs. Multimode · Chromatische Dispersion · Modenfelddurchmesser
Höheneinheit & Teilungseinheit
Höheneinheit (HE) und Teilungseinheit (TE) sind die genormten Maßeinheiten der 19-Zoll-Technik, mit denen Bauhöhe und Baubreite von Baugruppen im Rack angegeben werden.
Eine Höheneinheit entspricht 44,45 mm und beschreibt, wie viel Platz ein Baugruppenträger oder Gehäuse in der Vertikalen im Rack einnimmt – ein 3HE-ODF ist entsprechend drei Höheneinheiten hoch. Die Teilungseinheit beschreibt dagegen die horizontale Breite einzelner Module innerhalb eines Baugruppenträgers und entspricht 5,08 mm; ein Modul mit der Bezeichnung 7TE ist also 7 × 5,08 mm breit. Beide Maße sind unabhängig voneinander und dienen dazu, unterschiedliche Modul- und Rahmengrößen verschiedener Hersteller im 19-Zoll-Rack kombinierbar zu halten. Bei der Zusammenstellung eines Baugruppenträgers mit passender TE-Bestückung unterstützt der BGT-Konfigurator.
HÜP (Hausübergabepunkt)
Der HÜP (Hausübergabepunkt) ist die passive Stelle im Gebäude, an der das Glasfaser-Zuführungskabel aus dem öffentlichen Netz endet und in die gebäudeinterne Installation übergeht.
Der HÜP liegt üblicherweise im Keller oder Hausanschlussraum, unmittelbar hinter der Gebäudeeinführung, und kommt ohne Stromversorgung aus. An ihn schließt sich der Glasfaser-Abschlusspunkt (Gf-AP) an; von dort führt die Inhausverkabelung zur Teilnehmeranschlussdose (Gf-TA), an der der Kunde sein aktives Endgerät, den ONT (Optical Network Termination), betreibt. Verwechseln Sie den HÜP deshalb nicht mit dem ONT: Der eine ist eine passive Spleiß- und Übergabestelle, der andere ein aktives Netzabschlussgerät. Planen Sie am HÜP genügend Faserüberlänge ein, damit spätere Änderungen ohne Neuverlegung möglich sind. In der Praxis markiert der HÜP zugleich häufig die Zuständigkeitsgrenze zwischen Netzbetreiber und Gebäudeeigentümer, weshalb saubere Beschriftung und vollständige Messprotokolle an dieser Stelle besonders wichtig sind. Verwandt: NVT (Netzverteiler) · FTTH und FTTx · ODN (Optical Distribution Network)
Hutschienenbox
Eine Hutschienenbox ist ein kompaktes LWL-Gehäuse zur Aufnahme von Spleißen und Kupplungen, das über eine genormte Tragschiene direkt in Schaltschränken, Verteilerkästen oder Automatisierungsanlagen montiert wird.
Die Hutschienenbox schließt die Lücke zwischen Glasfasernetz und Schaltschranktechnik: Sie führen das ankommende LWL-Kabel in die Box, legen den Übergang von Außen- auf Innenkabel spleißtechnisch ab und stellen die Fasern an Kupplungen in der Front zur Verfügung. Typische Einsatzorte sind industrielle Netze, Ortsnetzstationen, Gebäudeleittechnik und Ladeinfrastruktur, also überall dort, wo ein 19-Zoll-Rack überdimensioniert wäre oder schlicht kein Platz dafür besteht. Achten Sie bei der Auswahl auf ausreichenden Platz für die Faserüberlänge, auf eine saubere Zugentlastung des Kabelmantels und darauf, dass die Box im geschlossenen Schaltschrank noch bedienbar bleibt. Abzugrenzen ist die Hutschienenbox vom Wandverteiler, der für höhere Faserzahlen und meist für die Wandmontage außerhalb eines Schranks ausgelegt ist. Passende Komponenten finden Sie unter Hutschienenboxen. Verwandt: Wandverteiler (WVM) · Spleißkassette · 19-Zoll-Rack
IEC 61753
IEC 61753 ist die internationale Normenreihe, die Leistungsanforderungen und Umgebungskategorien für passive faseroptische Komponenten wie Steckverbinder, Kupplungen, Splitter und Abschwächer festlegt.
Während IEC 61754 die Steckgesichter geometrisch beschreibt und IEC 61300 die einzelnen Mess- und Prüfverfahren regelt, beantwortet IEC 61753 die Frage, welche Werte eine Komponente unter definierten Belastungen einhalten muss. Dazu gehören Leistungsklassen für Einfügedämpfung und Rückflussdämpfung sowie Kategorien für die vorgesehene Einsatzumgebung, die etwa einen klimatisierten Innenraum von einem ungeschützten Außenbereich unterscheiden. Die Prüfungen umfassen typischerweise Temperaturwechsel, Feuchte, mechanische Belastung und wiederholte Steckzyklen; erst das bestandene Gesamtpaket rechtfertigt die Angabe einer Kategorie. Für Sie als Planer ist diese Kategorie das eigentlich belastbare Auswahlkriterium: Eine Komponente, die nur für kontrollierte Innenraumbedingungen qualifiziert ist, gehört nicht in eine ungeheizte Außenmuffe. Achten Sie darauf, dass sich Herstellerangaben auf eine benannte Kategorie und nicht nur auf einen isolierten Laborwert beziehen. Verwandt: EN 50173 · ISO/IEC 11801 · DIN VDE 0888
ISO/IEC 11801
ISO/IEC 11801 ist die internationale Normenreihe für anwendungsneutrale Verkabelung in Kundengebäuden, die unter anderem die Kategorien optischer Fasern und die Anforderungen an optische Übertragungsstrecken definiert.
Aus dieser Norm stammen die Bezeichnungen, die Ihnen im Alltag ständig begegnen: OM1 bis OM5 für Multimodefasern sowie OS1 und OS2 für Singlemode-Verkabelungen, die sich in der zulässigen Dämpfung und im typischen Einsatzbereich unterscheiden. Sie legt außerdem fest, wie eine Strecke aufgebaut und abgenommen wird, also welche Referenzmessverfahren, Dämpfungsbudgets und Streckenlängen für eine bestimmte Klasse zulässig sind. Seit der jüngeren Ausgabe ist die Reihe in mehrere Teile für unterschiedliche Gebäudetypen aufgeteilt, darunter Bürogebäude, Rechenzentren, Wohngebäude und industrielle Umgebungen. Achten Sie bei Multimode auf die Mantelfarben, da sie in der Praxis als schnelle Kennung dienen: OM3 ist aqua, OM4 aqua oder erika, OM5 limette. Die europäische Entsprechung ist EN 50173; beide Reihen verfolgen dasselbe Konzept, sind aber nicht Wort für Wort identisch. Verwandt: EN 50173 · ITU-T G.652 und G.657 · DIN VDE 0888
ITU-T G.652 und G.657
ITU-T G.652 und G.657 sind Empfehlungen der Internationalen Fernmeldeunion, die die optischen und geometrischen Eigenschaften von Singlemodefasern festlegen, wobei G.652 die klassische Standardfaser und G.657 die biegeunempfindliche Variante beschreibt.
G.652 ist die Standardfaser der Telekommunikation; die heute übliche Unterkategorie G.652.D ist über den gesamten nutzbaren Wellenlängenbereich spezifiziert, weil der historische Dämpfungsanstieg durch die Wasserpeak-Absorption entfällt. G.657 wurde für Anwendungen entwickelt, in denen die Faser eng geführt wird, also für Hausanschlüsse, Verteilerschränke, Muffen und Spleißkassetten, und erlaubt in ihren Unterkategorien engere Biegeradien als G.652.D, ohne dass die Biegeverluste unzulässig ansteigen. Die A-Kategorien von G.657 sind auf Verträglichkeit mit G.652.D ausgelegt und lassen sich mit dieser spleißen und stecken, während die noch biegeunempfindlicheren B-Kategorien stärker abweichende Eigenschaften haben können. Für die Planung heißt das: Im Zubringernetz und auf langen Strecken arbeiten Sie in der Regel mit G.652.D, im gebäudenahen Bereich und in dicht belegten Verteilern mit G.657. Biegeunempfindlich bedeutet allerdings nicht beliebig biegbar, denn maßgeblich bleibt der vom Faser- beziehungsweise Kabelhersteller angegebene minimale Biegeradius. Verwandt: ISO/IEC 11801 · EN 50173
Kabeleinblasen
Kabeleinblasen ist ein Verlegeverfahren, bei dem ein LWL-Kabel mithilfe eines Druckluftstroms und einer mechanischen Vorschubeinheit in ein bereits verlegtes Leer- oder Mikrorohr eingebracht wird.
Anders als beim Einziehen mit einem Seil greift die Kraft nicht punktuell am Kabelkopf an, sondern die strömende Luft trägt das Kabel über seine gesamte Länge mit. Dadurch lassen sich deutlich längere Abschnitte in einem Zug realisieren, und die mechanische Belastung des Kabels bleibt geringer. Voraussetzung ist ein sauberes, kalibriertes und dichtes Rohr, ein zum Rohrinnendurchmesser passender Kabelaußendurchmesser (Füllgrad) sowie ein geeignetes Gleitmittel — prüfen Sie das Rohr vor dem Einblasen mit Kalibrierkörper und Dichtheitsprüfung. Halten Sie die vom Hersteller angegebene maximale Zugkraft und die Mindestbiegeradien ein und vermeiden Sie Stauchungen am Rohreingang, wenn der Vorschub schneller läuft als das Kabel folgt. Dokumentieren Sie eingeblasene Längen und Rohrbelegung, damit spätere Erweiterungen die freien Rohrwege noch zuverlässig finden. Verwandt: Nagetierschutz (CST) · LWL-Muffe · Bündelader vs. Vollader
Konfektionierung
Konfektionierung bezeichnet das Anbringen von Steckverbindern an Glasfaserkabel und deren Prüfung, sodass aus dem Rohkabel ein geprüftes, sofort steckbares Kabel mit definierten Längen und Steckertypen entsteht.
Bei der Konfektionierung werden Kabelmantel und Beschichtung abgesetzt, die Faser im Steckverbinder fixiert, die Ferrulen-Endfläche bearbeitet und poliert sowie die fertige Verbindung geprüft. Der entscheidende Qualitätsfaktor ist die Endfläche: Geometrie, Kernversatz und Sauberkeit bestimmen Einfüge- und Rückflussdämpfung der späteren Verbindung maßgeblich. Werkskonfektionierte Kabel bieten gegenüber der Konfektionierung vor Ort den Vorteil reproduzierbarer Bedingungen und in der Regel einer dokumentierten Messung, verlangen dafür aber eine exakte Längenplanung im Vorfeld. Legen Sie bei der Bestellung immer Steckertyp, Schliffart, Fasertyp und Länge eindeutig fest, denn insbesondere die Unterscheidung zwischen APC (grün gekennzeichnet) und PC ist nicht nachträglich änderbar. Abzugrenzen ist die Konfektionierung vom Spleißen, bei dem zwei Fasern dauerhaft miteinander verbunden statt mit einer steckbaren Schnittstelle versehen werden. Passende Komponenten finden Sie unter Konfektionierte Komponenten. Verwandt: Steckerreinigung · Rangiertechnik · E-2000
LC
LC (Lucent Connector) ist ein kompakter Steckverbinder für Glasfaserkabel mit 1,25-mm-Ferrule und Rastnase, der sich durch seine kleine Bauform für eine hohe Packungsdichte im Rack eignet.
LC (Lucent Connector) ist ein kompakter Steckverbinder für Glasfaserkabel mit 1,25-mm-Ferrule und Rastnase, der sich durch seine kleine Bauform für eine hohe Packungsdichte im Rack eignet. Die Rastnase sorgt für einen sicheren, hörbaren Klick beim Einstecken und verhindert ein versehentliches Lösen der Verbindung. Gegenüber älteren Steckertypen mit 2,5-mm-Ferrule benötigt LC auf gleicher Fläche deutlich mehr Ports, weshalb der Verbinder heute als Standard in Rechenzentren und modernen DIAMOND-Patchpanels gilt. In der Praxis wird LC meist als Duplex-Ausführung verbaut, bei der zwei Ferrulen über einen gemeinsamen Clip fest miteinander verbunden sind – so lassen sich Sende- und Empfangsfaser nicht vertauschen. Für Simplex-Anwendungen, etwa an bestimmten Messgeräten, gibt es LC auch als Einzelstecker. Bei der Planung dichter Verteilerfelder ist die kleine Bauform gegenüber SC oder ST ein entscheidender Vorteil.
LWL-Muffe
Eine LWL-Muffe ist ein wieder öffenbares, gegen Feuchtigkeit und Staub abgedichtetes Gehäuse, in dem Glasfaserkabel außerhalb von Gebäuden verbunden, abgezweigt oder verlängert werden und in dem die Spleiße geschützt in Kassetten abgelegt sind.
Muffen kommen überall dort zum Einsatz, wo eine Trasse länger ist als die lieferbare Kabellänge oder wo von einer Hauptleitung abgezweigt wird. Verbreitet sind Längsmuffen mit beidseitiger Kabeleinführung und Kuppelmuffen mit einseitiger Einführung für Schacht- und Mastmontage; die Abdichtung erfolgt je nach Bauart mechanisch über Dichtelemente oder über Schrumpftechnik. Nach dem Schließen prüfen viele Anwender die Dichtheit mit einem Druckprüfsatz, bevor die Muffe endgültig abgelegt wird. Achten Sie im Innenraum konsequent auf die zulässigen Biegeradien der Fasern und auf ausreichende Faserreserve in den Kassetten, damit spätere Nacharbeiten ohne neues Absetzen möglich bleiben. Im Gebäude übernimmt diese Aufgabe kein Muffengehäuse, sondern ein Baugruppenträger im 19-Zoll-Rack: Dort nehmen Spleißmodule die Spleiße und die Faserreserve auf, während Frontmodule die Fasern auf steckbare Ports führen. Verwandt: Kabeleinblasen · Absetzen und Abmanteln · Nagetierschutz (CST)
Mechanischer Spleiß
Ein mechanischer Spleiß ist eine Faserverbindung, bei der zwei Faserenden in einem Führungselement stumpf gegeneinander ausgerichtet und dauerhaft fixiert werden, ohne dass die Fasern miteinander verschmolzen werden.
Im Unterschied zum Fusionsspleiß, bei dem die Fasern im Lichtbogen zu einer durchgehenden Glasstruktur verschmelzen, bleibt beim mechanischen Spleiß eine Stoßstelle bestehen, die meist mit einem Indexgel gefüllt ist, um die Reflexion an der Grenzfläche zu verringern. Der Vorteil liegt in der Werkzeugausstattung: Sie brauchen kein Spleißgerät, arbeiten schneller und können auch unter beengten oder ungünstigen Bedingungen montieren. Dem stehen typischerweise höhere Einfügedämpfung, schlechtere Rückflussdämpfung und eine größere Empfindlichkeit gegenüber Temperaturwechseln und Alterung des Gels gegenüber. Setzen Sie mechanische Spleiße daher bevorzugt für Entstörung, Messaufbauten und temporäre Strecken ein, während geplante Verteil- und Backbone-Infrastruktur gespleißt oder gesteckt ausgeführt wird. Der Crimpspleiß ist eine konkrete Bauform des mechanischen Spleißes. Verwandt: Crimpspleiß · Spleißkassette
Modenfelddurchmesser
Der Modenfelddurchmesser beschreibt bei einer Singlemodefaser den Durchmesser des Bereichs, in dem sich die Lichtleistung tatsächlich ausbreitet, und ist damit die optisch wirksame Größe — nicht der geometrische Kerndurchmesser.
Ein Teil der Leistung läuft im Mantel mit, weshalb das Modenfeld stets etwas größer ist als der Kern und mit steigender Wellenlänge zunimmt. In der Praxis zählt der Wert vor allem beim Spleißen: Treffen zwei Fasern mit unterschiedlichem Modenfelddurchmesser aufeinander, entsteht auch bei perfekter mechanischer Ausrichtung eine Koppeldämpfung, die sich messtechnisch nicht wegoptimieren lässt. Solche Übergänge erkennen Sie daran, dass die OTDR-Werte je Messrichtung unterschiedlich ausfallen und eine Spleißstelle in einer Richtung sogar als scheinbarer Gewinn erscheinen kann — deshalb wird bidirektional gemessen und gemittelt. Wenn Sie Fasertypen in einem Netz mischen, setzen und dokumentieren Sie die Übergänge bewusst, statt sie dem Zufall der Baustelle zu überlassen. Bei Multimode-Fasern spielt der Begriff keine Rolle; dort beschreibt der Kerndurchmesser die relevante Geometrie. Verwandt: Singlemode vs. Multimode · G.652.D · G.657.A1/A2
MPO/MTP
MPO/MTP ist ein Mehrfaser-Steckverbinder, der 12, 24 oder mehr Fasern in einer gemeinsamen Ferrule bündelt und damit parallel-optische Übertragung sowie eine hohe Portdichte im Rechenzentrum ermöglicht.
MPO/MTP ist ein Mehrfaser-Steckverbinder, der 12, 24 oder mehr Fasern in einer gemeinsamen Ferrule bündelt und damit parallel-optische Übertragung sowie eine hohe Portdichte im Rechenzentrum ermöglicht. Statt einzelner Simplex- oder Duplex-Verbindungen wird eine ganze Fasergruppe in einem Steckvorgang verbunden, was die Verkabelung von 40G-, 100G- und 400G-Strecken deutlich vereinfacht. Da mehrere Fasern gleichzeitig zusammengeführt werden, müssen Polarität und Stiftung (Pin- oder No-Pin-Ausführung) der Steckverbinder exakt zueinander passen, sonst kommt es zu Fehlverbindungen einzelner Fasern. MTP gilt dabei als markenrechtlich geschützte, mechanisch optimierte Weiterentwicklung des MPO-Standards, beide Bauformen sind jedoch untereinander steckkompatibel. In modernen Rechenzentren mit hoher Portdichte und parallelen Übertragungswegen ist MPO/MTP mittlerweile Standard für die Backbone- und Switch-zu-Switch-Verkabelung. Für individuelle Anforderungen an Faserzahl und Polarität lohnt sich eine projektbezogene Anfrage.
Nagetierschutz (CST)
Nagetierschutz bezeichnet die konstruktiven Maßnahmen, mit denen ein LWL-Kabel gegen Verbiss gesichert wird — klassisch durch ein längs um den Kabelkern gelegtes, gewelltes Stahlband (Corrugated Steel Tape, CST) unterhalb des Außenmantels.
Verbiss durch Nagetiere zählt zu den bekannten mechanischen Schadensursachen in Schächten, Kabelkanälen und bei direkt erdverlegten Trassen. Das gewellte Stahlband bildet eine durchgehende harte Barriere und erhöht zugleich die Querdruckfestigkeit des Kabels. Weil CST metallisch ist, benötigt das Kabel eine Einbindung in den Potentialausgleich und eine entsprechende Erdung an den Endpunkten — planen Sie das im Muffen- und Verteilerkonzept von Anfang an ein. Ist eine metallfreie Ausführung gefordert, etwa aus Blitzschutz- oder Trassengründen, kommen dielektrische Varianten mit Glasgarn oder GFK-Bewehrung in Betracht. Verwechseln Sie Nagetierschutz nicht mit der Zugentlastung: Aramidgarne nehmen Zugkräfte auf, bieten aber keinen belastbaren Verbissschutz. Verwandt: Kabeleinblasen · Bündelader vs. Vollader · LWL-Muffe
NVT (Netzverteiler)
Ein NVT (Netzverteiler) ist ein passives Verteilgehäuse im Straßenraum oder in Gebäuden, in dem die Fasern des Zuführungskabels gespleißt, rangiert und – je nach Splitterkonzept – über optische Splitter auf die Verteilkabel zu den einzelnen Grundstücken aufgeteilt werden.
Der NVT ist die Stelle, an der sich die Netzstruktur vom Zuführungsnetz zur Fläche öffnet, und damit ein zentraler Punkt für Dokumentation und spätere Erweiterungen. Im Inneren finden Sie Spleißkassetten für die Faserverbindungen, Rangierfelder mit Steckverbindern und gegebenenfalls die Splitter selbst. Achten Sie auf ausreichende Faserreserven und auf die Einhaltung der zulässigen Biegeradien, denn im Verteiler entstehen erfahrungsgemäß viele der nachträglich verursachten Dämpfungsfehler. Grenzen Sie den NVT vom HÜP ab: Der NVT gehört zum Verteilnetz im öffentlichen Raum, der HÜP markiert den Übergang in ein einzelnes Gebäude. Im Netzknoten übernehmen 19-Zoll-Faserverteiler eine vergleichbare Aufgabe, bei VarioConnect etwa die 3HE-Variante mit Spleißmodulen oder die 1HE-Variante mit Frontmodulen. Verwandt: HÜP (Hausübergabepunkt) · Splitter und Koppler · ODN (Optical Distribution Network)
ODF (Optical Distribution Frame)
Ein ODF (Optical Distribution Frame) ist ein zentraler 19-Zoll-Hauptverteiler, der eine Vielzahl von Glasfasern gebündelt terminiert, spleißt und rangiert.
Ein ODF (Optical Distribution Frame) bildet den zentralen Kreuzverteilerpunkt eines Glasfasernetzes und nimmt sowohl Spleißkassetten für die dauerhafte Faseranbindung als auch Kupplungspanels für die steckbare Rangierung auf. Über den ODF lassen sich ankommende und abgehende Fasern flexibel zuordnen, ohne die Spleißstellen selbst anzufassen – Änderungen erfolgen ausschließlich per Patchkabel an der Frontseite. In der Praxis dient der ODF als Schnittstelle zwischen dem Außennetz (Trasse, Muffe) und der aktiven Technik im Rack oder Serverraum. Fiber Products bietet mit dem F4P VarioConnect ein modular aufgebautes 3HE-ODF-System, das sich an unterschiedliche Faserzahlen und Steckertypen anpassen lässt. Bei der Planung eines Verteilerstandorts unterstützt der Anfrage-Weg bei der Auswahl der passenden Bestückung.
ODN (Optical Distribution Network)
Das ODN (Optical Distribution Network) ist der vollständig passive Teil eines optischen Zugangsnetzes zwischen dem Linienabschluss (OLT) im Netzknoten und den Netzabschlussgeräten (ONT) bei den Teilnehmern und umfasst alle dazwischenliegenden Fasern, Spleiße, Steckverbinder und Splitter.
Definitionsgemäß enthält das ODN keine aktive Technik – alles, was Strom benötigt, steht entweder im Netzknoten oder beim Teilnehmer. Seine wichtigste Kenngröße ist das Dämpfungsbudget: Die Summe aus Faserdämpfung, Splitterverlust, Spleißen und Steckverbindern muss innerhalb der Dämpfungsklasse bleiben, die das eingesetzte PON-Verfahren zulässt. Da sich am ODN über die Nutzungsdauer selten etwas ändert, entscheidet die Qualität der passiven Komponenten wesentlich darüber, ob Sie später auf ein schnelleres Übertragungsverfahren migrieren können, ohne die Strecke baulich anzufassen. Dokumentieren Sie das ODN faserscharf und messen Sie nach dem Bau sowohl Einfügedämpfung als auch Rückflussdämpfung. Halten Sie die Begriffe auseinander: Das ODN ist die Infrastruktur, PON das darauf betriebene Übertragungsverfahren. Verwandt: PON, GPON und XGS-PON · Splitter und Koppler · FTTH und FTTx
OM3/OM4/OM5
OM3, OM4 und OM5 sind laseroptimierte Multimode-Fasertypen für kurze Übertragungsreichweiten, wie sie vor allem in Rechenzentren eingesetzt werden.
Alle drei Typen besitzen einen größeren Kerndurchmesser als Singlemode-Fasern wie OS2 und sind für den Einsatz mit VCSEL-Lasern optimiert, was hohe Datenraten auf kurzen Strecken kostengünstig ermöglicht. OM4 bietet gegenüber OM3 eine höhere Bandbreite und damit größere Reichweiten bei gleicher Datenrate, während OM5 zusätzlich für Wideband-Übertragung (SWDM) ausgelegt ist und mehrere Wellenlängen gleichzeitig über eine Faser überträgt. Die Wahl zwischen den Typen richtet sich nach der geforderten Datenrate, der Streckenlänge und der eingesetzten aktiven Technik im Rechenzentrum. Multimode-Komponenten für Verteilerfelder und Rangierungen lassen sich passend zur jeweiligen Netzarchitektur über den BGT-Konfigurator zusammenstellen.
OS2
OS2 ist die gängige Bezeichnung für Standard-Singlemode-Fasern der Typenklasse G.652.D, die für lange Übertragungsstrecken und Telekom- bzw. Carrier-Netze ausgelegt sind.
Der kleine Kerndurchmesser der OS2-Faser sorgt dafür, dass sich nur eine einzige Lichtmode ausbreitet, was Modendispersion vermeidet und im Zusammenspiel mit einer geringen Dämpfung sehr große Reichweiten ohne Signalverstärkung ermöglicht. Damit unterscheidet sich OS2 grundlegend von Multimode-Fasern wie OM3 bis OM5, die für kurze Distanzen in Rechenzentren konzipiert sind und einen deutlich größeren Kern besitzen. In der Praxis findet sich OS2 in nahezu allen Zugangsnetzen, Backbone-Strecken und FTTH-Anschlüssen, in der Regel in Kombination mit Singlemode-tauglichen Steckverbindern und APC- oder UPC-Schliff. Passende OS2-Komponenten für Verteiler und Anschlussdosen lassen sich über den BGT-Konfigurator zusammenstellen.
OTDR
Ein OTDR (Optical Time Domain Reflectometer) ist ein Messgerät, das Lichtpulse in eine Glasfaser einspeist und deren Rückstreuung auswertet, um die Strecke zu vermessen.
Aus der Laufzeit und Intensität des zurückgestreuten Lichts errechnet das OTDR ein Dämpfungsprofil der gesamten Strecke und macht darin Spleiße, Steckverbindungen, Biegungen und Faserbrüche als charakteristische Ereignisse sichtbar. Damit lässt sich nicht nur die Gesamtdämpfung einer Strecke prüfen, sondern auch die genaue Position eines Fehlers lokalisieren – ein entscheidender Vorteil bei der Fehlersuche auf langen oder vergrabenen Trassen. OTDR-Messungen gehören zur Standardabnahme neu verlegter oder gespleißter Glasfaserstrecken und dienen als Referenz für spätere Wartungsmessungen. Ergänzend zur OTDR-Messung liefert der Dämpfungsrechner eine rechnerische Abschätzung des zu erwartenden Dämpfungsbudgets einer geplanten Strecke.
Patchkabel
Ein Patchkabel (Rangierkabel) ist ein Glasfaserkabel mit werkseitig konfektionierten Steckverbindern an beiden Enden, das zum flexiblen Verbinden von Ports im Rack oder ODF dient.
Im Unterschied zum Pigtail, das nur an einem Ende einen Steckverbinder trägt und mit der offenen Faser fest verspleißt wird, bleibt das Patchkabel jederzeit steckbar und damit austauschbar. Es verbindet zwei Kupplungspanels, ein Panel mit einem aktiven Gerät oder zwei aktive Geräte direkt miteinander und ist damit das zentrale Werkzeug beim Rangieren im laufenden Betrieb. Patchkabel werden je nach Netzsegment in Simplex- oder Duplex-Ausführung sowie in unterschiedlichen Steckverbinder-Kombinationen, etwa E-2000/APC oder LC/UPC, benötigt. Passende Ausführungen finden sich unter E-2000 kaufen; bei der Zusammenstellung eines Verteilerfelds hilft der BGT-Konfigurator.
Pegelmesser & Lichtquelle
Pegelmesser und Lichtquelle bilden gemeinsam das Messpaar für die Dämpfungsmessung: Eine stabilisierte Lichtquelle speist definierte optische Leistung in die Faser ein, während der Pegelmesser (Power Meter) sie am anderen Streckenende erfasst.
Pegelmesser und Lichtquelle bilden gemeinsam das Messpaar für die Dämpfungsmessung: Eine stabilisierte Lichtquelle speist definierte optische Leistung in die Faser ein, während der Pegelmesser (Power Meter) sie am anderen Streckenende erfasst. Aus der Differenz zwischen eingespeister und gemessener Leistung ergibt sich die Streckendämpfung in dB. Im Gegensatz zur OTDR-Messung, die ein Rückstreudiagramm entlang der Strecke liefert, erfasst dieses Verfahren den tatsächlichen, absoluten Verlust zwischen Sender und Empfänger und gilt daher als Referenz für die Abnahme einer Strecke. Beide Verfahren ergänzen sich in der Praxis gegenseitig: Der Pegelmesser liefert den Gesamtwert der Strecke, das OTDR lokalisiert zusätzlich einzelne Fehlerstellen entlang der Trasse. Vor dem Vergleich mit dem zulässigen Dämpfungsbudget lässt sich ein Zielwert über den Dämpfungsrechner ermitteln, um die Messung im Feld richtig einzuordnen.
Pigtail
Ein Pigtail ist ein kurzes Glasfaserkabel mit werkseitig konfektioniertem Steckverbinder an einem Ende und offener Faser am anderen Ende.
Das offene Faserende eines Pigtails wird vor Ort in einer Spleißbox oder einem Spleißmodul an die ankommende Kabelfaser gespleißt, während das konfektionierte Ende direkt in ein Kupplungspanel eingesetzt wird. Dadurch entfällt die aufwendige Vor-Ort-Konfektionierung des Steckverbinders selbst – nur der Spleiß muss vor Ort ausgeführt werden, was Zeit spart und die Endflächenqualität sichert. Pigtails sind in den gängigen Steckverbinder-Typen wie E-2000, LC oder SC sowie für Singlemode (OS2) und Multimode (OM3–OM5) verfügbar und werden entsprechend der Netzarchitektur ausgewählt. Passende Steckverbinder-Varianten für die Konfektionierung von Pigtails und Patchkabeln listet der Bereich E-2000 kaufen.
PON, GPON und XGS-PON
PON (Passive Optical Network) ist eine Zugangsnetz-Architektur, in der sich mehrere Teilnehmer über rein passive optische Splitter eine gemeinsame Faser zum Netzknoten teilen, wobei GPON und XGS-PON die dafür von der ITU-T standardisierten Übertragungsverfahren sind.
Im PON steht am Netzknoten der optische Linienabschluss (OLT, Optical Line Termination) und beim Teilnehmer das Netzabschlussgerät (ONT, Optical Network Termination); alles dazwischen ist passive Technik ohne eigene Stromversorgung. GPON ist in der ITU-T-Reihe G.984 beschrieben und arbeitet asymmetrisch mit höherer Datenrate im Downstream als im Upstream, XGS-PON (ITU-T G.9807.1) ist dagegen symmetrisch ausgelegt und nominell für 10 Gbit/s in beide Richtungen spezifiziert. Beide Verfahren nutzen getrennte Wellenlängenbereiche für Hin- und Rückrichtung, weshalb sie sich unter bestimmten Voraussetzungen über ein Koexistenzelement auf derselben Faserinfrastruktur überlagern lassen. Rechnen Sie bei der Planung stets das gesamte Dämpfungsbudget zwischen OLT und ONT durch – Splitter, Spleiße und Steckverbinder gehen gleichermaßen ein. In PON-Strecken werden wegen der Anforderungen an die Rückflussdämpfung überwiegend APC-geschliffene Steckverbinder eingesetzt, im Feld erkennbar am grünen Gehäuse. Verwandt: ODN (Optical Distribution Network) · Splitter und Koppler · FTTH und FTTx
Rangiertechnik
Rangiertechnik bezeichnet alle Komponenten und Verfahren, mit denen gesteckte Glasfaserverbindungen zwischen Verteilfeldern und aktiver Technik hergestellt, geführt und dokumentiert werden, von Rangierkabeln über Führungsbügel bis zu Rangierpanels.
Rangiertechnik entscheidet darüber, ob ein Verteilerraum nach Jahren noch bedienbar ist oder zum unauflösbaren Kabelknäuel geworden ist. Kernaufgabe ist die Faserführung: Jedes Rangierkabel muss auf seinem gesamten Weg vom Port bis zum Ziel oberhalb des zulässigen Biegeradius geführt werden, was horizontale und vertikale Führungselemente sowie ausreichend bemessene Kabellängen voraussetzt. Fasern nach G.657 sind gegenüber Biegungen unempfindlicher als klassische G.652.D-Fasern und erleichtern die Rangierung auf engem Raum, ersetzen aber keine saubere Führung. Ebenso wichtig ist die Dokumentation: Eine konsequente Portbeschriftung an beiden Enden verkürzt jede spätere Entstörung erheblich. Rangiertechnik betrifft die steckbare Ebene und ist damit klar von der Spleißebene zu trennen, die im Verteiler dauerhaft und nicht für den täglichen Zugriff ausgelegt ist. Passende Komponenten finden Sie unter Rangier- und Zubehörtechnik. Verwandt: 19-Zoll-Rack · Steckerreinigung · Wandverteiler (WVM)
Referenzmessung
Eine Referenzmessung ist der Nullabgleich einer Messkette vor einer Dämpfungsmessung, bei dem die Messstrecke ohne den eigentlichen Prüfling erfasst wird, um deren Eigendämpfung herauszurechnen.
Eine Referenzmessung ist der Nullabgleich einer Messkette vor einer Dämpfungsmessung, bei dem die Messstrecke ohne den eigentlichen Prüfling erfasst wird, um deren Eigendämpfung herauszurechnen. Je nach angewandtem Verfahren erfolgt der Abgleich mit einer, zwei oder drei Messschnüren – der sogenannten 1-, 2- oder 3-Jumper-Methode. Die Wahl der Methode ist keine reine Formsache, denn sie legt fest, welche Steckverbindungen später im eigentlichen Messergebnis enthalten sind und welche als Teil der Referenz herausgerechnet werden. Wird die Methode falsch gewählt oder zwischen Referenz- und Ist-Messung gewechselt, verfälscht das den ermittelten Dämpfungswert der Strecke spürbar. Für belastbare, vergleichbare Ergebnisse sollten Sie die verwendete Jumper-Methode dokumentieren und bei wiederkehrenden Messungen konsequent beibehalten. Einen erwarteten Zielwert für die spätere Bewertung können Sie vorab mit dem Dämpfungsrechner abschätzen.
Reflexion & Totzone
Eine Reflexion entsteht an Steckverbindungen und Faserbrüchen, wenn Licht an der Grenzfläche zurückgeworfen wird und den OTDR-Empfänger kurzzeitig übersteuert; die dadurch entstehende Totzone verhindert, dass dicht benachbarte Ereignisse getrennt aufgelöst werden.
Eine Reflexion entsteht an Steckverbindungen und Faserbrüchen, wenn Licht an der Grenzfläche zurückgeworfen wird und den OTDR-Empfänger kurzzeitig übersteuert; die dadurch entstehende Totzone verhindert, dass dicht benachbarte Ereignisse getrennt aufgelöst werden. Man unterscheidet die Ereignistotzone, in der zwei Reflexionen noch als getrennte Ereignisse erkannt werden können, von der etwas längeren Dämpfungstotzone, in der eine verlässliche Dämpfungsmessung erst wieder möglich ist. Beide Totzonen hängen unmittelbar von der gewählten Pulsbreite des OTDR ab: Kürzere Pulse verkleinern die Totzone und verbessern die Auflösung, liefern dafür aber eine geringere Reichweite. Bei der Messung kurzer Strecken mit vielen dicht aufeinanderfolgenden Steckverbindungen, etwa in Rangierfeldern, ist die Wahl einer möglichst kurzen Pulsbreite deshalb entscheidend, um einzelne Ereignisse nicht zu übersehen. Für lange Strecken wird dagegen meist ein Kompromiss zwischen Reichweite und Auflösung gewählt.
Rückflussdämpfung
Die Rückflussdämpfung (Return Loss) ist ein Maß dafür, wie viel Licht an einer Steckverbindung zur Quelle zurückreflektiert wird, angegeben in Dezibel (dB).
Anders als bei der Einfügedämpfung gilt hier: je höher der Wert, desto besser, da wenig zurückreflektiertes Licht die Signalqualität und die Stabilität von Lasern in der Sendetechnik weniger beeinträchtigt. Der Wert hängt maßgeblich von der Schliffart der Endfläche ab: Ein APC-Schliff mit seinem 8°-Winkel lenkt reflektiertes Licht aus dem Kernbereich der Faser heraus und erreicht dadurch deutlich höhere Rückflussdämpfungswerte als ein gerade poliertes UPC- oder PC-Ende. In reflexionskritischen Netzen, etwa bei analogen Videoübertragungen oder hochempfindlicher Messtechnik, ist eine hohe Rückflussdämpfung daher ein wichtiges Auswahlkriterium für Steckverbinder. Mehr zur Wahl der passenden Schliffart und zu Steckverbindern liefert die Übersicht unter E-2000 kaufen.
SC
SC (Subscriber Connector) ist ein quadratischer Push-Pull-Steckverbinder für Glasfaserkabel mit 2,5-mm-Ferrule, der sich durch eine robuste, werkzeuglose Steckverbindung auszeichnet.
SC (Subscriber Connector) ist ein quadratischer Push-Pull-Steckverbinder für Glasfaserkabel mit 2,5-mm-Ferrule, der sich durch eine robuste, werkzeuglose Steckverbindung auszeichnet. Der Anwender steckt den Verbinder gerade ein und zieht ihn gerade heraus, ohne drehen oder verriegeln zu müssen, was die Handhabung im Feld vereinfacht. Aufgrund dieser Robustheit und der einfachen Bedienung ist SC weit verbreitet und findet sich häufig in FTTH-Anschlussdosen beim Endkunden sowie in älteren Bestandsinstallationen – Details zur passenden Gehäusetechnik zeigt der BGT-Konfigurator. Gegenüber dem kompakteren LC-Stecker benötigt SC mehr Platz im Rack, was ihn für hochverdichtete Rechenzentrumsanwendungen weniger geeignet macht. In der Hausverkabelung und an Anschlussdosen bleibt er dennoch wegen seiner Zuverlässigkeit und einfachen Prüfbarkeit relevant. Bei Erweiterungen sollten Sie stets die vorhandene Bestandsinfrastruktur berücksichtigen, um Kompatibilitätsprobleme zu vermeiden.
Simplex & Duplex
Simplex und Duplex beschreiben, ob ein Glasfaserkabel bzw. Steckverbinder eine einzelne Faser oder zwei nebeneinanderliegende Fasern führt.
Eine Simplex-Verbindung besteht aus genau einer Faser mit einem Steckverbinder und bildet damit einen einzelnen optischen Kanal – ausreichend, wenn Senden und Empfangen über getrennte Fasern oder nur in eine Richtung erfolgt. Eine Duplex-Verbindung führt dagegen zwei Fasern parallel in einem gemeinsamen Steckverbinder oder Kabel und deckt damit die bidirektionale Übertragung, also gleichzeitiges Senden und Empfangen, in einer einzigen Verbindung ab. Welche Variante benötigt wird, hängt von der aktiven Technik am jeweiligen Port ab, etwa davon, ob Transceiver zwei separate Fasern oder eine Duplex-Schnittstelle erwarten. Passende Simplex- und Duplex-Patchkabel in unterschiedlichen Steckverbinder-Typen finden sich unter E-2000 kaufen.
Singlemode vs. Multimode
Singlemode und Multimode bezeichnen die beiden Grundtypen von Glasfasern, wobei eine Singlemode-Faser über ihren sehr kleinen Kern nur einen einzigen Lichtmodus führt, während eine Multimode-Faser mit deutlich größerem Kern viele Moden gleichzeitig überträgt.
Die Wahl zwischen beiden Fasertypen entscheidet über Reichweite, Bandbreite und Kosten der aktiven Technik. Singlemode-Fasern mit rund 9 µm Kern bei 125 µm Mantel werden im Weitverkehr, im FTTH-Zugangsnetz und in Carrier-Anwendungen eingesetzt, weil Modendispersion entfällt und dadurch sehr große Längen möglich sind. Multimode-Fasern mit 50 µm Kern (OM2 bis OM5) beziehungsweise 62,5 µm (OM1) bleiben auf Gebäude- und Rechenzentrumsstrecken beschränkt, punkten dort aber mit preiswerteren Sendern. Verwechseln Sie den Fasertyp nicht mit der Steckverbinder-Bauform: Ein E-2000 ist sowohl in Singlemode- als auch in Multimode-Ausführung erhältlich. In der Praxis hilft die Farbgebung der Patchkabel bei der Zuordnung — Singlemode üblicherweise gelb, OM3 aqua, OM4 aqua oder erika, OM5 limette. Verwandt: G.652.D · Gradientenindex- vs. Stufenindexfaser · Modenfelddurchmesser
Spleißbox
Eine Spleißbox ist ein 19-Zoll-Gehäuse, in dem der Übergang von den gespleißten Glasfasern auf steckbare Kupplungen erfolgt und das die Spleißstellen geschützt in einer Kassette aufnimmt.
Die Spleißbox bildet die Schnittstelle zwischen dem ankommenden Kabel mit unkonfektionierten Fasern und dem steckbaren Patch-Bereich eines Netzes: Im Inneren werden die Fasern per Fusionsspleiß mit Pigtails verbunden, die Spleißstellen sicher in einer Kassette abgelegt und überschüssige Faserlänge geordnet aufgewickelt. An der Frontseite stehen Ihnen dann steckbare E-2000-, LC- oder SC-Kupplungen für die weiterführende Anschlusstechnik bereit. Je nach Anforderung an Zugänglichkeit und Bauraum unterscheidet man fest montierte Spleißboxen wie die Fusion-Box, ausziehbare Varianten für einen einfacheren Zugriff auf die Kassette wie die Future-Box, sowie Ausführungen zur Wandmontage für Standorte ohne 19-Zoll-Rahmen. Fiber Products führt Spleißboxen sowohl in der Eigenmarke F4P als auch von DIAMOND, jeweils in unterschiedlichen Höheneinheiten und Faserkapazitäten, sodass sich die passende Bauform für nahezu jeden Verteilerstandort finden lässt.
Spleißen
Spleißen (Fusionsspleiß) ist das dauerhafte Verbinden zweier Glasfasern durch Verschmelzen im Lichtbogen eines Spleißgeräts.
Beim Spleißen werden die vorbereiteten Faserenden exakt zueinander ausgerichtet und durch die Hitze des Lichtbogens so verschmolzen, dass eine nahezu durchgängige Faser mit sehr geringer Einfügedämpfung entsteht – ein deutlicher Vorteil gegenüber steckbaren Verbindungen. Nach dem Schweißvorgang wird die empfindliche Spleißstelle mit einem Spleißschutz mechanisch gesichert und anschließend in einer Spleißkassette abgelegt, wo sie vor Zug und Beschädigung geschützt ist. Spleiße kommen typischerweise dort zum Einsatz, wo ankommende Netzfasern dauerhaft an Pigtails oder direkt an weiterführende Kabel angeschlossen werden, etwa im ODF oder in Muffen. Die Spleißkassetten für diesen Zweck sind fester Bestandteil des F4P VarioConnect-Systems.
Spleißkassette
Eine Spleißkassette ist ein flacher Einschub in Muffen, Verteilern oder Baugruppenträgern, der Spleißverbindungen mechanisch schützt und die zugehörigen Faserüberlängen auf definierten Bahnen so ablegt, dass der zulässige Biegeradius nicht unterschritten wird.
Die Spleißkassette ist das ordnende Element jeder Spleißstelle: Sie nimmt die Spleißschutzhülsen in Haltern auf und führt die Faserüberlänge in Schlaufen, damit eine Spleißstelle später neu gesetzt werden kann, ohne dass Faser nachgezogen oder Kabel neu eingeführt werden muss. Ohne definierte Faserführung entstehen enge Radien, die zu Zusatzdämpfung und im ungünstigsten Fall zu Faserbrüchen führen. In der Praxis planen Sie pro Kassette eine begrenzte Faserzahl ein und beschriften jede Ablage konsequent, damit die Zuordnung im Störfall ohne Messung nachvollziehbar bleibt. Abzugrenzen ist die Spleißkassette vom Spleißmodul: Das Modul ist die komplette 19-Zoll-Baueinheit, die eine oder mehrere Kassetten aufnimmt. Im VarioConnect-System von F4P sitzen Spleißmodule in der 3HE-Variante, während die 1HE-Variante mit Frontmodulen bestückt wird. Passende Komponenten finden Sie unter Spleiß- und Frontmodule. Verwandt: Mechanischer Spleiß · Wandverteiler (WVM) · 19-Zoll-Rack
Spleißmodul
Ein Spleißmodul (SM) ist ein 7TE-Einschubmodul für den Baugruppenträger, das eine Spleißkassette für bis zu 24 Crimpspleiße enthält und intern per Fusionsspleiß mit den ankommenden Fasern verbunden wird.
Das Spleißmodul besitzt gegenüber dem Frontmodul ein tieferes Stahlchassis, da die Spleißkassette samt Fasereinlage und Überlängenreserve mehr Bauraum benötigt als eine flache Pigtail-Trägerplatte. Innerhalb der Kassette werden die ankommenden Fasern per Fusionsspleiß mit vorkonfektionierten Pigtails verbunden, sodass an der Front steckbare Anschlüsse entstehen, während die eigentliche Spleißverbindung geschützt und zugentlastet im Modul verbleibt. Die Frontplatte ist bei beiden Modultypen baugleich, sodass sich Spleiß- und Frontmodule von außen kaum unterscheiden lassen – entscheidend für die Auswahl ist stets das Innenleben und der jeweilige Anschluss-Bedarf vor Ort. In der Praxis gilt die Faustregel, dass Spleißmodule typischerweise im tieferen 3-HE-Baugruppenträger eingesetzt werden, während flachere 1-HE-Träger meist mit Frontmodulen bestückt werden. Passende Träger-Modul-Kombinationen stellen Sie im BGT-Konfigurator zusammen; bei spezifischen Faserzahlen und Kassettenbestückungen unterstützt Sie das Team über die Anfrage-Seite.
Splitter und Koppler
Ein optischer Splitter ist ein passives Bauteil, das das Licht einer Eingangsfaser auf mehrere Ausgangsfasern aufteilt, während Koppler der Oberbegriff für passive Bauteile ist, die optische Leistung aufteilen, zusammenführen oder nach Wellenlänge trennen.
In FTTH-Netzen werden überwiegend planare Splitter (PLC) mit symmetrischen Teilungsverhältnissen wie 1:8, 1:16 oder 1:32 eingesetzt, weil sie über den genutzten Wellenlängenbereich gleichmäßig teilen. Jede Aufteilung kostet optische Leistung: Je größer das Teilungsverhältnis, desto höher die Einfügedämpfung – dieser Anteil dominiert in der Regel das Dämpfungsbudget einer PON-Strecke. Koppler im engeren Sinn arbeiten häufig asymmetrisch, etwa als Abzweig für Mess- oder Überwachungszwecke, oder wellenlängenselektiv als WDM-Koppler. Entscheidend ist, wo im Netz Sie teilen: Ein zentraler Splitter im Netzknoten erleichtert das Umrangieren, verteilte Splitter im NVT sparen dagegen Fasern in der Zuführung. Splitter selbst sind passiv und benötigen keine Stromversorgung, ihre Anschlussseiten bilden aber zusätzliche Steckstellen, die Sie in Messprotokoll und Dokumentation aufnehmen sollten. Verwandt: PON, GPON und XGS-PON · ODN (Optical Distribution Network) · NVT (Netzverteiler)
ST
ST (Straight Tip) ist ein runder Steckverbinder für Glasfaserkabel mit 2,5-mm-Ferrule und Bajonettverschluss, der die Verbindung durch eine Drehsicherung fixiert.
ST (Straight Tip) ist ein runder Steckverbinder für Glasfaserkabel mit 2,5-mm-Ferrule und Bajonettverschluss, der die Verbindung durch eine Drehsicherung fixiert. Zum Stecken wird der Verbinder eingeführt und mit einer kurzen Drehung arretiert, was eine mechanisch stabile Verbindung ergibt, die sich nicht ohne Weiteres selbst löst. Als einer der älteren Standards im LWL-Bereich wurde ST inzwischen größtenteils von SC- und LC-Steckverbindern abgelöst, ist aber weiterhin in bestehenden Installationen sowie in industriellen Umgebungen mit hoher Vibrationsbelastung anzutreffen. Die runde Bauform und der Bajonettverschluss erschweren zwar eine hohe Portdichte, bieten dafür aber eine sehr zuverlässige mechanische Fixierung. Bei der Instandhaltung älterer Netze müssen Techniker daher weiterhin auf passende ST-Adapter und Messschnüre zurückgreifen. Bei Neuplanungen empfiehlt sich in der Regel der Umstieg auf modernere Steckertypen wie SC oder LC.
Staubschutzklappe (Shutter)
Eine Staubschutzklappe (Shutter) ist eine federbelastete Klappe in Kupplung oder Steckverbinder, die die Ferrulen-Endfläche automatisch abdeckt, sobald der Stecker gezogen wird.
Eine Staubschutzklappe (Shutter) ist eine federbelastete Klappe in Kupplung oder Steckverbinder, die die Ferrulen-Endfläche automatisch abdeckt, sobald der Stecker gezogen wird. Ohne manuelles Zutun schließt sich die Mechanik und schützt die empfindliche Endfläche vor Staub, Fasern und anderen Verunreinigungen, die sonst zu erhöhter Dämpfung oder Beschädigung führen könnten. Gleichzeitig übernimmt die Klappe eine Schutzfunktion für den Anwender, da sie im ungesteckten Zustand austretende Laserstrahlung abschirmt. Beim E-2000-Steckverbinder ist der Shutter fest in die Bauform integriert und gehört damit zu den Kernmerkmalen dieses Systems, während er bei anderen Steckertypen häufig nur an der Kupplung vorhanden ist oder ganz fehlt. In staubbelasteten Umgebungen wie Rechenzentren oder Außenverteilern reduziert eine konsequent genutzte Staubschutzklappe den Reinigungsaufwand spürbar. Sie ersetzt jedoch keine regelmäßige Endflächenprüfung vor dem Stecken.
Steckerreinigung
Steckerreinigung ist das systematische Säubern der Ferrulen-Endflächen von Steckverbindern und Kupplungen vor jedem Steckvorgang, um Partikel und Rückstände zu entfernen, die sonst Zusatzdämpfung, Reflexionen oder dauerhafte Kratzer verursachen.
Verschmutzte Endflächen sind eine der häufigsten Ursachen für unerklärliche Dämpfungswerte und sporadische Übertragungsfehler, denn schon Partikel im Bereich des Faserkerns genügen, um eine Strecke unbrauchbar zu machen. Kritisch ist, dass beim Stecken einer verschmutzten Ferrule der Schmutz in die Gegenseite eingepresst wird und dort beide Endflächen dauerhaft beschädigen kann. Etabliert hat sich deshalb die Regel, vor jedem Steckvorgang zu reinigen und anschließend mit einem Faserendflächenmikroskop zu inspizieren, statt erst bei auffälligen Messwerten zu handeln. Reinigen Sie beide Seiten, also Stecker und die im Verteiler eingebaute Kupplung, und verwenden Sie ausschließlich dafür vorgesehene Hilfsmittel wie Reinigungsstifte, Reinigungskassetten und fusselfreie Tücher. Steckverbinder mit selbstschließender Staubschutzklappe wie der E-2000 reduzieren die Verschmutzung im Handling deutlich, ersetzen die Reinigung vor dem Stecken aber nicht. Verwandt: E-2000 · Konfektionierung · Rangiertechnik
Streckendämpfung
Die Streckendämpfung ist die gesamte optische Dämpfung einer Glasfaserstrecke von Sender zu Empfänger in dB, die sich aus Faserdämpfung über die Länge, Steckverbindungen und Spleißen zusammensetzt.
Die Streckendämpfung ist die gesamte optische Dämpfung einer Glasfaserstrecke von Sender zu Empfänger in dB, die sich aus Faserdämpfung über die Länge, Steckverbindungen und Spleißen zusammensetzt. Jede dieser Komponenten trägt einen eigenen Anteil bei: die Faser selbst pro Kilometer, jede Steckverbindung durch ihre Einfügedämpfung und jeder Spleiß durch die Qualität der Fusion oder Klebung. In Summe ergibt das den Gesamtwert, der gegen das für die Strecke zulässige Dämpfungsbudget geprüft wird – überschreitet die gemessene Streckendämpfung dieses Budget, ist die Übertragungsqualität nicht mehr gewährleistet. Ermittelt wird der Wert entweder direkt mit Pegelmesser und Lichtquelle oder indirekt über eine OTDR-Messung, die zusätzlich die Verteilung der Dämpfung entlang der Trasse zeigt. Für die Planung neuer Strecken lässt sich ein erwarteter Budgetwert vorab mit dem Dämpfungsrechner überschlagen.
Verriegelung
Die Verriegelung ist der mechanische Rastmechanismus eines Glasfaser-Steckverbinders, der den Stecker in Kupplung oder Adapter hält, bis er bewusst gelöst wird, und dadurch den vom Federmechanismus erzeugten Anpressdruck der Ferrule-Stirnflächen dauerhaft sichert.
Die Verriegelung entscheidet darüber, ob eine Verbindung ihre optischen Werte über Jahre hält: Löst sich der Stecker auch nur minimal aus der Kupplung, verlieren die Stirnflächen den physischen Kontakt, und Einfügedämpfung wie Rückflussdämpfung verschlechtern sich sofort. Je nach Steckverbinder-Familie arbeiten unterschiedliche Prinzipien – E-2000, LC und SC verriegeln nach dem Push-Pull-Prinzip über einen Rasthebel beziehungsweise eine Rastnase am Gehäuse, der ST nutzt einen Bajonettverschluss und der FC eine Überwurfmutter. Beim E-2000 entriegeln Sie den Stecker über den Rasthebel am Gehäuse, was auch in dicht bestückten Frontmodulen einhändig möglich bleibt; für Bereiche mit Zugriffsschutz gibt es gesicherte Ausführungen, die sich nur mit einem Werkzeug entriegeln lassen. Verwechseln Sie die Verriegelung nicht mit der Zugentlastung: Die Verriegelung hält den Stecker im Adapter, die Zugentlastung leitet Kräfte aus dem Kabel am Steckergehäuse vorbei. Planen Sie bei der Belegung von Baugruppenträgern und Frontmodulen mit ein, dass die Rasthebel im bestückten Zustand noch erreichbar sein müssen, sonst wird jedes Umpatchen zur Fummelarbeit. Passende Komponenten finden Sie unter DIAMOND-Programm. Verwandt: E-2000 · Comp./RJ-Zuführung
Wandverteiler (WVM)
Ein Wandverteiler, auch Wandverteilermuffe oder WVM genannt, ist ein an der Wand montiertes LWL-Gehäuse, in dem ankommende Kabel aufgeteilt, gespleißt und über Kupplungen als steckbare Schnittstelle bereitgestellt werden.
Der Wandverteiler ist der klassische Übergabepunkt im Gebäude oder in der Technikzentrale, wenn kein Rack vorhanden ist oder die Faserzahl ein volles Verteilfeld nicht rechtfertigt. Im Inneren finden Sie in der Regel eine Kabeleinführung mit Zugentlastung, eine oder mehrere Spleißkassetten sowie eine Frontplatte mit Kupplungen, häufig in E-2000-, LC- oder SC-Ausführung. Planen Sie den Montageort so, dass die Tür vollständig geöffnet werden kann und vor der Front genügend Raum für Rangierkabel mit zulässigem Biegeradius bleibt. Werden Singlemode-Fasern mit Schrägschliff aufgelegt, erkennen Sie das an der grünen Farbe der Steckverbinder und Kupplungen, die für APC steht; mischen Sie APC und PC niemals in derselben Verbindung. Für die Montage in Schaltschränken ist die kleinere Hutschienenbox die passendere Bauform, für hohe Portdichten das 19-Zoll-Verteilfeld. Passende Komponenten finden Sie unter DIAMOND Wandverteiler. Verwandt: Hutschienenbox · Spleißkassette · 19-Zoll-Rack
Passende Komponenten direkt konfigurieren
Stellen Sie Ihre Spleißbox oder Ihren Baugruppenträger live in 3D zusammen – Bauform, Kupplung, Faserzahl.
