Glasfaserlösungen für Verkehrsbetriebe
EMV-immune, passive Glasfaser-Infrastruktur für Leitstellen, Stationen, Depots und Streckentechnik: ausziehbare Spleißboxen, modulare ODF-Systeme und Hutschienenboxen. German Engineering, gefertigt in Europa.
- EMV-immun gegen Oberleitung & Traktionsstrom
- DIAMOND E-2000, typ. ≤ 0,1 dB Einfügedämpfung
- Wartung ohne Betriebsunterbrechung
ÖPNV-Netze: drei Probleme, an denen Kupfer und Standardkomponenten scheitern
Signaltechnik, Fahrgastinformation, Videoüberwachung, Leitstellenkommunikation — die Netze eines Verkehrsbetriebs sind sicherheitskritisch und elektrisch rau umgeben. Drei Bedingungen prägen jede Planungsentscheidung.
EMV-Störungen & Erdschleifen
Oberleitungen, Traktionsstrom und Frequenzumrichter erzeugen massive Störfelder, die Kupferverkabelung im Bahnumfeld unzuverlässig machen; Potentialunterschiede zwischen verteilten Anlagen machen Erdschleifen über Kupfer zum Dauerthema.
Sicherheitskritische Verfügbarkeit
Fällt die Verbindung zu Signaltechnik, Bahnübergängen oder zur Leitstelle aus, steht der Betrieb — Sicherheitsrisiko inklusive. Verkehrsnetze brauchen deshalb Redundanz von Anfang an: Ring-Topologien, getrennte Trassen, sauber geplante Verteilpunkte.
Wartung nur im Betriebsfenster
Der Fahrplan pausiert nicht für die IT: Servicearbeiten müssen in knappe Nachtfenster passen, laufende Bestandssysteme wie SCADA oder IBIS-IP dürfen nicht angefasst werden. Umbauten gehen nur schrittweise — ohne den Verkehr zu beeinträchtigen.
Passive Glasfaser-Systemtechnik — von der Leitstelle bis zum Streckenschrank
Fiber Products ist europäischer Anbieter passiver Glasfaser-Systemtechnik für Verkehrsbetriebe: 19″-ODF-Baugruppenträger für Leitstellen, ausziehbare Spleißboxen für Stationen und Betriebsräume, Hutschienenboxen für Depot- und Streckenschränke. Als passive Infrastruktur ist das System protokollneutral — es trägt IBIS-IP, VDV-Schriften, Industrial Ethernet und SCADA ebenso wie Ihre Fahrgastinformations-Hardware und Videoüberwachung.
Ordnungsprinzip ist die 7TE-Modulbreite (35,5 mm): Im 1HE-Modularsystem und in VarioConnect sind Spleiß- und Frontmodule frei kombinierbar, sodass Verteiler mit dem Netz wachsen. Für sicherheitskritische Strecken lässt sich durchgängig DIAMOND E-2000-Anschlusstechnik einsetzen — und eingeplante Faserreserve hält den Weg zu 5G-Backhaul, Edge Computing und Smart-City-Diensten offen.
VarioConnect 3HE-ODF-System
Modularer 19″-Baugruppenträger für Leitstellen und zentrale Verteilerräume. 7TE-Steckplätze nehmen Spleiß- und Frontmodule in beliebiger Mischung auf — der Verteiler wächst mit jeder Linie, statt ersetzt zu werden.
VarioConnect 3HE →1HE-Spleißbox
Kompakte ausziehbare 19″-Spleißbox für enge Technikräume in Bahnhöfen und Betriebsgebäuden. Die Schublade lässt sich komplett ausziehen — Spleißkassetten bleiben zugänglich, ohne aktive Verbindungen zu stören.
1HE-Spleißbox →Spleißmodule (7TE)
7TE-Spleißmodule mit bis zu 24 Fasern pro Modul und LC-, SC- oder E-2000-Front — die Bausteine des modularen Systems. Für kritische ÖPNV-Strecken empfehlen sich DIAMOND E-2000-Varianten mit verriegelndem, pull-proof Design.
Spleißmodule →Alle Glasfaser-Komponenten
Das komplette F4P- und DIAMOND-Sortiment für Verkehrsprojekte — von Baugruppenträgern bis zu Modulen, Pigtails und Kabelmanagement-Zubehör.
Alle Komponenten →RailConnect-Hutschienenbox: Glasfaser direkt in Depot- und Streckenschränke
Wo kein 19″-Rack steht, übernimmt die Hutschiene: Die RailConnect-Box (7TE) rastet auf die TH35-Schiene im Schaltschrank — in Leitstellen, Depots und geschützten Streckenschränken. Sie folgt derselben 7TE-Architektur, mit servicefreundlichem Zugang für Arbeiten ohne Betriebsunterbrechung.
Der Hauptbahnhof — live erleben
Halle, Gleise, Züge, Leitstelle: So verbindet Glasfaser einen großen Verkehrsknoten — beim Scrollen dreht sich das Hologramm mit.
Der Partner hinter ÖPNV-Glasfasernetzen, die halten
Verkehrsbetriebe planen Infrastruktur in Jahrzehnten, nicht in Produktzyklen. Vier Gründe, warum ÖPNV-Projekte auf F4P und DIAMOND bauen.
Gefertigt in Europa
F4P-Systeme sind made in Europe, mit German Engineering hinter dem Design — kurze Wege von Ihrer Projektanforderung zur fertigen Baugruppe.
Offizieller DIAMOND-Partner
Schweizer Präzisions-Anschlusstechnik von DIAMOND SA: E-2000-Stecker mit typ. ≤ 0,1 dB Einfügedämpfung, verriegelndem pull-proof Design und federbelasteter Laserschutz-Klappe.
Ein modulares System
Die 7TE-Architektur kombiniert Spleiß- und Frontmodule im 1HE-Modularsystem und in VarioConnect frei — Kapazität wächst mit, ohne Trägertausch und ohne Neuspleißen bestehender Strecken.
Persönliche Projektberatung
Unser Team begleitet die Planung Ihres ÖPNV-Glasfasernetzes persönlich — Projektpreise und Mengenrabatte auf Anfrage.
Planen Sie Ihr ÖPNV-Glasfasernetz online
Drei interaktive Tools: Prüfen Sie das optische Budget Ihrer Strecken und konfigurieren Sie Ihr System live in 3D — mit echten Artikelnummern und Preisen für Ihre Angebotsanfrage.
Dämpfungsrechner
Addieren Sie Stecker, Spleiße und Faserlängen Ihrer Strecken — etwa Leitstelle zu Stellwerk — und prüfen Sie die Gesamtdämpfung gegen das Systembudget, bevor bestellt wird.
Dämpfungsbudget berechnen →DIAMOND-Konfigurator
Konfigurieren Sie DIAMOND Future- und Fusion-Boxen mit E-2000 live in 3D — mit echter Artikelnummer je Konfiguration, direkt für Ihre Anfrage.
DIAMOND-Konfigurator öffnen →Baugruppenträger-Konfigurator
Bestücken Sie Ihren 19″-Baugruppenträger Steckplatz für Steckplatz mit Spleiß- und Frontmodulen in 3D — inklusive Stückliste und Projektsumme.
BGT-Konfigurator öffnen →Häufige Fragen zu Glasfaser im ÖPNV
Die Fragen, die Planer und Leitstellen-Techniker zu Glasfaser im ÖPNV am häufigsten stellen.
Warum Glasfaser statt Kupfer im ÖPNV?
Aus zwei physikalischen Gründen: Glasfaser überträgt Licht statt Strom und ist immun gegen die Störfelder von Oberleitungen, Traktionsstrom und Frequenzumrichtern, an denen Kupferverkabelung im Bahnumfeld regelmäßig scheitert. Und die galvanische Trennung durch den Lichtwellenleiter verhindert Erdschleifen zwischen räumlich verteilten Verkehrsanlagen. Für Signaltechnik oder Bahnübergangssteuerung ist das keine Komfort-, sondern eine Zuverlässigkeitsfrage.
Ist die Infrastruktur mit IBIS-IP, VDV-Schriften und SCADA kompatibel?
Ja — passive Infrastruktur ist protokollneutral: Sie überträgt Licht, ohne es zu interpretieren. Ob darüber IBIS-IP, Systeme nach VDV-Schriften, Industrial Ethernet oder SCADA laufen, entscheidet Ihre aktive Technik — ebenso bei der Hardware der Fahrgastinformation, Videoüberwachung und Ticketing. Die Faser bindet Sie an keinen Systemlieferanten und übersteht Generationswechsel: Latenz und Verfügbarkeit verantwortet die Aktivtechnik, die Glasfaser liefert die störungsfreie physische Basis.
Wie planen Verkehrsbetriebe Redundanz gegen Totalausfall?
Über Topologie und Trassenführung: Ring-Topologien, bei denen jede Station über zwei Wege erreichbar bleibt, Dual-Homing kritischer Standorte und physisch getrennte Kabeltrassen, damit ein Tiefbauschaden nicht beide Wege trifft — plus Standby-Leitstelle über einen unabhängigen Faserweg. Unsere passiven Systeme stellen die getrennten Faserwege für die redundanten Topologien Ihrer aktiven Technik bereit; das Umschalten im Fehlerfall übernimmt die Aktivtechnik. Redundanz gehört von Anfang an in den Spleißplan — nachrüsten ist teurer.
Geht die Migration auf Glasfaser ohne Betriebsunterbrechung?
Ja, wenn sie parallel statt als Umschaltung geplant wird: Die neue Glasfaser-Infrastruktur entsteht neben der Bestandsverkabelung und geht System für System in Betrieb — erst wenn ein Dienst stabil über Faser läuft, wird die alte Strecke stillgelegt. Der Verkehr bleibt unberührt, jeder Schritt hat einen Rückweg — und weil ausziehbare Spleißboxen Arbeiten ohne Störung aktiver Verbindungen erlauben, passt jeder Migrationsschritt in ein normales Nachtfenster.
Gibt es wasserdichte bzw. Outdoor-Glasfaserlösungen für Haltestellen und Strecke?
Hier sind wir bewusst präzise: F4P-Spleißboxen, ODF-Systeme und Hutschienenboxen sind IP20-Komponenten für trockene Innenräume — Leitstellen, Technikräume, Betriebsgebäude. An Bahnhöfen, Haltestellen und entlang der Strecke werden sie in geschützte Schaltschränke eingebaut: Der Schrank übernimmt den Wetterschutz. Wer nach wasserdichten Glasfaserlösungen sucht, braucht also meist keine Spezialkomponente, sondern die richtige Schrank-Planung. Für Einbauorte mit direkter Witterungseinwirkung sprechen Sie zuerst mit unserem Team.
Wie trennt man Verkehrssicherheit und Fahrgastservices im selben Netz?
Am saubersten physisch, auf der Faserebene: Sicherheitskritische Systeme wie Signaltechnik erhalten eigene Fasern — bei Bedarf eigene Spleißmodule oder getrennte Verteiler —, während Fahrgast-WLAN, Fahrgastinformation und Videoüberwachung separat laufen. Das ist robuster als rein logische Segmentierung und kommt Betreibern kritischer Verkehrsinfrastruktur (Stichwort KRITIS) entgegen; die Bewertung liegt bei Ihrem Sicherheitskonzept. Themen im Fahrzeug — etwa die Zug-Segmentierung bei Fahrzeug-Trennung geteilter Zugverbände — löst die aktive Fahrzeugtechnik; unsere Systeme adressieren die landseitige Infrastruktur.
Datenblätter zum Download
Alle Angaben dieser Seite auch als PDF — für Ausschreibung, Planung und Weitergabe im Projekt.
Baugruppenträger 19″
Maße, Bestückungsvarianten, Bestellnummern und Anschlusstechnik der Linie Baugruppenträger 19″.
PDF öffnen (PDF · 1 Seite) →Spleißmodule 7TE
Maße, Bestückungsvarianten, Bestellnummern und Anschlusstechnik der Linie Spleißmodule 7TE.
PDF öffnen (PDF · 3 Seiten) →Gesamtkatalog
Das komplette Programm auf einen Blick — Spleißboxen, Module, Baugruppenträger, Rangiertechnik und das DIAMOND-Sortiment.
PDF öffnen (PDF · 20 Seiten) →Lassen Sie uns Ihr ÖPNV-Glasfasernetz planen
Ob Leitstellen-Verteiler, Stationsanbindung oder Migration im Bestand: Sie erhalten persönliche Projektberatung durch unser Team — vom Dämpfungsbudget bis zur fertigen Stückliste.
Projektpreise und Mengenrabatte auf Anfrage. Die Lieferzeit ist projektabhängig — den verbindlichen Termin erhalten Sie im Angebot.
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