{"id":7489,"date":"2026-03-25T12:00:00","date_gmt":"2026-03-25T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/fiber-products.com\/?p=7489"},"modified":"2026-03-21T05:38:58","modified_gmt":"2026-03-21T05:38:58","slug":"single-mode-multimode-glasfaser-vergleich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fiber-products.com\/de\/single-mode-multimode-glasfaser-vergleich\/","title":{"rendered":"Single-Mode vs. Multimode Glasfaser: Entscheidungshilfe f\u00fcr Netzbetreiber"},"content":{"rendered":"<\/p>\n<h1>Single-Mode vs. Multimode Glasfaser: Entscheidungshilfe f\u00fcr Netzbetreiber<\/h1>\n<p>Die Wahl zwischen Single-Mode Glasfaser, Multimode LWL und den Spezifikationen OS2 oder OM4 stellt eine fundamentale technische Entscheidung dar, die sowohl die Leistungsf\u00e4higkeit als auch die Wirtschaftlichkeit Ihrer Netzinfrastruktur f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahrzehnte bestimmt. Single-Mode Fasern mit ihrem <strong>9 Mikrometer<\/strong> kleinen Kern erm\u00f6glichen \u00dcbertragungsdistanzen von \u00fcber <strong>40 Kilometern<\/strong> bei nahezu unbegrenzter Bandbreite, w\u00e4hrend Multimode Fasern mit <strong>50 oder 62,5 Mikrometer<\/strong> Kerndurchmesser kosteng\u00fcnstigere Transceiver bei Distanzen bis <strong>550 Metern<\/strong> erlauben. Die Entscheidung zwischen diesen Technologien h\u00e4ngt ma\u00dfgeblich von Ihrer spezifischen Anwendung ab: Stadtnetze und Weitverkehrsverbindungen erfordern zwingend Single-Mode OS2, w\u00e4hrend Rechenzentren und Campusnetze oft mit Multimode OM4 wirtschaftlicher operieren.<\/p>\n<h2>Technische Grundlagen: Kerndurchmesser bestimmt \u00dcbertragungseigenschaften<\/h2>\n<p>Der fundamentale Unterschied zwischen Single-Mode und Multimode Glasfasern liegt im Kerndurchmesser, der die Lichtausbreitung und damit alle \u00dcbertragungseigenschaften determiniert. Single-Mode Fasern verf\u00fcgen \u00fcber einen extrem schmalen Kern von <strong>9 Mikrometern<\/strong>, durch den sich nur eine einzige Lichtwelle ausbreiten kann. Diese pr\u00e4zise F\u00fchrung eliminiert die Modendispersion vollst\u00e4ndig und erm\u00f6glicht \u00dcbertragungen \u00fcber <strong>Dutzende Kilometer<\/strong> ohne Signalverschlechterung.<\/p>\n<p>Multimode Fasern arbeiten mit deutlich gr\u00f6\u00dferen Kerndurchmessern von <strong>50 Mikrometern<\/strong> (OM3\/OM4\/OM5) oder <strong>62,5 Mikrometern<\/strong> (OM1\/OM2). Der gr\u00f6\u00dfere Querschnitt erlaubt die gleichzeitige Ausbreitung mehrerer Lichtwellen, die jedoch unterschiedliche Laufzeiten aufweisen. Diese Modendispersion limitiert die maximale \u00dcbertragungsdistanz erheblich \u2013 selbst moderne <strong>OM4-Fasern<\/strong> erreichen bei 10 Gigabit nur <strong>400 bis 550 Meter<\/strong>.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Single-Mode OS2:<\/strong> 9 \u03bcm Kern, unbegrenzte Bandbreite, \u00fcber 40 km Reichweite<\/li>\n<li><strong>Multimode OM4:<\/strong> 50 \u03bcm Kern, 4700 MHz\u00b7km Bandbreite, bis 550 m bei 10G<\/li>\n<li><strong>Multimode OM5:<\/strong> 50 \u03bcm Kern, erweiterte Wellenl\u00e4ngenunterst\u00fctzung f\u00fcr SWDM<\/li>\n<li><strong>Multimode OM3:<\/strong> 50 \u03bcm Kern, 2000 MHz\u00b7km, bis 300 m bei 10G<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Wellenl\u00e4ngen und Lichtquellen: Laser versus LED-Technologie<\/h2>\n<p>Die unterschiedlichen Fasertypen erfordern spezifische Lichtquellen und arbeiten in verschiedenen Wellenl\u00e4ngenbereichen. Single-Mode Systeme nutzen ausschlie\u00dflich Laserdioden bei <strong>1310 nm<\/strong> und <strong>1550 nm<\/strong> \u2013 den optimalen Transmissionsfenstern f\u00fcr Quarzglasfasern mit minimaler D\u00e4mpfung. Diese koh\u00e4renten Lichtquellen erzeugen einen pr\u00e4zisen, geb\u00fcndelten Lichtstrahl, der sich ideal in den schmalen <strong>9-Mikrometer-Kern<\/strong> einkoppeln l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Multimode Installationen verwenden kosteng\u00fcnstigere LEDs oder VCSELs (oberfl\u00e4chenemittierende Laser) bei <strong>850 nm<\/strong> und <strong>1300 nm<\/strong>. Die <strong>850-nm-Fenster<\/strong> dominiert moderne <a href=\"\/de\/rechenzentren\/\">Rechenzentrum<\/a>sverkabelungen, da hier preiswerte Silizium-Photodioden als Empf\u00e4nger fungieren k\u00f6nnen. Diese Wellenl\u00e4nge harmoniert perfekt mit den Eigenschaften von <strong>OM4 und OM5 Fasern<\/strong>, die speziell f\u00fcr diese Anwendung optimiert wurden.<\/p>\n<table>\n<tr>\n<th>Fasertyp<\/th>\n<th>Wellenl\u00e4nge<\/th>\n<th>Lichtquelle<\/th>\n<th>Typische D\u00e4mpfung<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>OS2 Single-Mode<\/strong><\/td>\n<td>1310\/1550 nm<\/td>\n<td>Laserdiode<\/td>\n<td>0,4\/0,2 dB\/km<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>OM4 Multimode<\/strong><\/td>\n<td>850\/1300 nm<\/td>\n<td>VCSEL\/LED<\/td>\n<td>2,3\/0,6 dB\/km<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>OM5 Multimode<\/strong><\/td>\n<td>850-953 nm<\/td>\n<td>VCSEL<\/td>\n<td>2,3 dB\/km<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<h2>Kostenanalyse: Investition versus Betriebskosten im Detail<\/h2>\n<p>Die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung von Single-Mode versus Multimode Glasfaser offenbart ein paradoxes Kostenverh\u00e4ltnis. Single-Mode Faserkabel sind aufgrund der einfacheren Herstellung <strong>20 bis 30 Prozent g\u00fcnstiger<\/strong> als vergleichbare Multimode Kabel. Ein Kilometer <strong>OS2 Single-Mode Kabel<\/strong> kostet typischerweise zwischen 800 und 1.200 Euro, w\u00e4hrend <strong>OM4 Multimode<\/strong> bei 1.000 bis 1.500 Euro liegt.<\/p>\n<p>Die Kostensituation kehrt sich bei den aktiven Komponenten um. Single-Mode Transceiver mit Laserdioden kosten das <strong>Drei- bis F\u00fcnffache<\/strong> ihrer Multimode-Pendants. Ein 10-Gigabit Single-Mode SFP+ Modul liegt bei <strong>300 bis 500 Euro<\/strong>, w\u00e4hrend die Multimode-Variante f\u00fcr <strong>80 bis 150 Euro<\/strong> erh\u00e4ltlich ist. Diese Preisdifferenz multipliziert sich mit jedem Port in Ihrer Installation.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Kabelkosten:<\/strong> Single-Mode 20-30% g\u00fcnstiger als Multimode<\/li>\n<li><strong>Transceiver 10G:<\/strong> Single-Mode 300-500\u20ac, Multimode 80-150\u20ac<\/li>\n<li><strong>Transceiver 40G:<\/strong> Single-Mode 800-1.200\u20ac, Multimode 200-400\u20ac<\/li>\n<li><strong>Splei\u00dfkosten:<\/strong> Identisch bei ca. 15-25\u20ac pro Splei\u00df<\/li>\n<li><strong>Messger\u00e4te:<\/strong> Single-Mode OTDR ab 8.000\u20ac, Multimode ab 5.000\u20ac<\/li>\n<\/ul>\n<blockquote>\n<p><strong>Fiber Products Qualit\u00e4tsversprechen:<\/strong> Als offizieller Diamond-Partner und Hersteller fertigen wir modulare Splei\u00dfsysteme in Europa. Profitieren Sie von Schweizer Pr\u00e4zision und 5 Jahren Garantie auf unsere Systeme \u2013 von der <a href=\"https:\/\/fiber-products.com\/de\/spleissbox-1he\/\">Splei\u00dfbox 1HE<\/a> bis zum hochwertigen E2000-Konnektor.<\/p>\n<\/blockquote>\n<h2>Anwendungsgebiete: Optimale Technologiewahl nach Einsatzbereich<\/h2>\n<p>Die Wahl zwischen Single-Mode und Multimode Glasfaser determiniert sich prim\u00e4r durch die \u00dcbertragungsdistanz und Bandbreitenanforderungen Ihrer spezifischen Anwendung. <a href=\"\/de\/stadtwerke\/\">Stadtwerke<\/a> und Netzbetreiber, die FTTH-Netze ausbauen, setzen ausschlie\u00dflich auf <strong>Single-Mode OS2<\/strong>, da nur diese Technologie die erforderlichen Distanzen von mehreren Kilometern zwischen Hauptverteiler und Kundenstandort \u00fcberbr\u00fcckt.<\/p>\n<p>Rechenzentren favorisieren hingegen <strong>Multimode OM4<\/strong> oder zunehmend <strong>OM5<\/strong> f\u00fcr ihre internen Verbindungen. Bei typischen Distanzen unter <strong>150 Metern<\/strong> zwischen Serverschr\u00e4nken erm\u00f6glicht Multimode erhebliche Kosteneinsparungen bei den Transceivern \u2013 ein kritischer Faktor bei Hunderten oder Tausenden von Ports. Moderne Rechenzentren implementieren dabei hybride Strategien: Multimode f\u00fcr kurze Rack-zu-Rack Verbindungen, Single-Mode f\u00fcr Geb\u00e4udeverbindungen.<\/p>\n<table>\n<tr>\n<th>Anwendung<\/th>\n<th>Empfohlener Fasertyp<\/th>\n<th>Typische Distanz<\/th>\n<th>Begr\u00fcndung<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>FTTH\/PON<\/strong><\/td>\n<td>OS2 Single-Mode<\/td>\n<td>1-20 km<\/td>\n<td>Gro\u00dfe Reichweite erforderlich<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Rechenzentrum intern<\/strong><\/td>\n<td>OM4\/OM5 Multimode<\/td>\n<td>10-150 m<\/td>\n<td>Kosteneffiziente Transceiver<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Campus-Backbone<\/strong><\/td>\n<td>OS2 Single-Mode<\/td>\n<td>500m-2km<\/td>\n<td>Zukunftssichere Bandbreite<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Industrieanlage<\/strong><\/td>\n<td>OM3\/OM4 Multimode<\/td>\n<td>50-300 m<\/td>\n<td>Robuste, g\u00fcnstige Komponenten<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<h2>Bandbreite und \u00dcbertragungsraten: Aktuelle Standards im Vergleich<\/h2>\n<p>Die Bandbreiten-Distanz-Charakteristik unterscheidet Single-Mode und Multimode Fasern fundamental. Single-Mode OS2 bietet theoretisch unbegrenzte Bandbreite \u2013 die Limitierung erfolgt ausschlie\u00dflich durch die verwendete Elektronik. Aktuelle <strong>100-Gigabit-Systeme<\/strong> \u00fcbertragen problemlos \u00fcber <strong>40 Kilometer<\/strong>, w\u00e4hrend <strong>400-Gigabit<\/strong> bereits standardisiert und in Produktion ist.<\/p>\n<p>Multimode Fasern zeigen deutliche Abstufungen in ihrer Leistungsf\u00e4higkeit. Die veraltete <strong>OM1-Spezifikation<\/strong> mit 62,5 \u03bcm Kern erreicht nur <strong>200 MHz\u00b7km<\/strong>, was Gigabit-Ethernet auf 275 Meter limitiert. Moderne <strong>OM4-Fasern<\/strong> liefern <strong>4700 MHz\u00b7km<\/strong> und erm\u00f6glichen damit 10 Gigabit \u00fcber 550 Meter oder 100 Gigabit \u00fcber 150 Meter \u2013 ausreichend f\u00fcr die meisten Rechenzentrumsanwendungen.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>OS2:<\/strong> 100G \u00fcber 40 km, 400G \u00fcber 10 km m\u00f6glich<\/li>\n<li><strong>OM5:<\/strong> 100G \u00fcber 150 m mit SWDM-Technologie<\/li>\n<li><strong>OM4:<\/strong> 40G \u00fcber 400 m, 100G \u00fcber 150 m<\/li>\n<li><strong>OM3:<\/strong> 10G \u00fcber 300 m, 40G \u00fcber 100 m<\/li>\n<li><strong>OM2:<\/strong> 1G \u00fcber 550 m, 10G \u00fcber 82 m<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Installation und Splei\u00dftechnik: Pr\u00e4zisionsanforderungen im Vergleich<\/h2>\n<p>Die Installation von Single-Mode Glasfasern erfordert h\u00f6chste Pr\u00e4zision bei Splei\u00dfarbeiten und Steckermontage. Der winzige <strong>9-Mikrometer-Kern<\/strong> toleriert minimale Vers\u00e4tze von maximal <strong>0,5 Mikrometern<\/strong> zwischen den zu verbindenden Fasern. Moderne Fusionssplei\u00dfger\u00e4te mit aktiver Kernausrichtung erreichen D\u00e4mpfungswerte unter <strong>0,02 dB<\/strong> pro Splei\u00df, erfordern jedoch Investitionen ab <strong>15.000 Euro<\/strong>.<\/p>\n<p>Multimode Installationen verzeihen gr\u00f6\u00dfere Toleranzen durch den <strong>50-Mikrometer-Kern<\/strong>. Einfachere Splei\u00dfger\u00e4te mit Mantelausrichtung ab <strong>5.000 Euro<\/strong> liefern akzeptable Ergebnisse unter <strong>0,1 dB<\/strong> D\u00e4mpfung. Die robusteren Toleranzen reduzieren Nacharbeiten und beschleunigen die Installation erheblich \u2013 ein wichtiger Kostenfaktor bei gro\u00dfen Projekten.<\/p>\n<p>F\u00fcr die strukturierte Verkabelung bieten modulare <a href=\"https:\/\/fiber-products.com\/de\/spleissmodule\/\">Splei\u00dfmodule<\/a> maximale Flexibilit\u00e4t. Die SlimConnect-Serie erm\u00f6glicht <strong>bis zu 96 Fasern auf nur 1HE<\/strong>, w\u00e4hrend <a href=\"\/de\/varioconnect-3he\/\">VarioConnect<\/a>-Systeme bis zu <strong>288 Fasern auf 3HE<\/strong> organisieren. Diese hohe Packungsdichte reduziert den Platzbedarf in Verteilerschr\u00e4nken um bis zu 50 Prozent gegen\u00fcber konventionellen L\u00f6sungen.<\/p>\n<h2>Steckverbinder: E2000, LC und SC im technischen Vergleich<\/h2>\n<p>Die Wahl des Steckverbinders beeinflusst ma\u00dfgeblich Installationsaufwand und Betriebssicherheit. Der <strong>E2000-Standard<\/strong>, entwickelt von <a href=\"\/de\/partner-diamond\/\">Diamond SA<\/a> und in Europa weit verbreitet, bietet mit seinem automatischen Schutzverschluss optimalen Schutz vor Verschmutzung und Laserstrahlung. Die verf\u00fcgbaren Varianten mit <strong>PC-Schliff<\/strong> f\u00fcr Multimode und <strong>APC-Schliff<\/strong> (8\u00b0 Winkel) f\u00fcr Single-Mode erreichen R\u00fcckflussd\u00e4mpfungen \u00fcber <strong>50 dB<\/strong>.<\/p>\n<p>LC-Steckverbinder dominieren moderne Rechenzentren durch ihre kompakte Bauform. Mit nur <strong>1,25 mm Ferrulen-Durchmesser<\/strong> erm\u00f6glichen sie die doppelte Portdichte gegen\u00fcber SC-Steckern. Die Verriegelung entspricht RJ45-Steckern, was IT-Personal vertraut ist. Sowohl Single-Mode als auch Multimode nutzen identische LC-Geh\u00e4use, lediglich die Ferrulen unterscheiden sich.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>E2000:<\/strong> Automatischer Schutz, < 0,3 dB D\u00e4mpfung, ideal f\u00fcr FTTH<\/li>\n<li><strong>LC:<\/strong> H\u00f6chste Portdichte, SFP-kompatibel, < 0,2 dB D\u00e4mpfung<\/li>\n<li><strong>SC:<\/strong> Robust, einfache Handhabung, < 0,3 dB D\u00e4mpfung<\/li>\n<li><strong>MPO\/MTP:<\/strong> 12\/24 Fasern parallel, f\u00fcr 40G\/100G Verbindungen<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Normen und Zertifizierungen: IEC, ISO und TIA Standards<\/h2>\n<p>Die internationale Normung definiert pr\u00e4zise Spezifikationen f\u00fcr Single-Mode und Multimode Glasfasern. Die <strong>IEC 60793-2-50<\/strong> spezifiziert Multimode-Fasern, w\u00e4hrend <strong>IEC 60793-2-10<\/strong> Single-Mode-Parameter festlegt. Diese Normen garantieren weltweite Kompatibilit\u00e4t und definieren kritische Parameter wie Kerndurchmesser, numerische Apertur und Bandbreite.<\/p>\n<p>F\u00fcr Steckverbinder gilt <strong>IEC 61754<\/strong> als Referenz. Der E2000-Standard ist in <strong>IEC 61754-15<\/strong> definiert, LC in <strong>IEC 61754-20<\/strong>. Diese Normkonformit\u00e4t ist essentiell f\u00fcr \u00f6ffentliche Ausschreibungen und garantiert langfristige Ersatzteilversorgung. Die <strong>ISO\/IEC 11801<\/strong> definiert zus\u00e4tzlich die Verkabelungsstruktur f\u00fcr Geb\u00e4ude und Campus-Netze.<\/p>\n<table>\n<tr>\n<th>Norm<\/th>\n<th>Geltungsbereich<\/th>\n<th>Relevanz f\u00fcr<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>IEC 60793-2-10<\/strong><\/td>\n<td>Single-Mode Faserspezifikation<\/td>\n<td>OS1\/OS2 Kategorisierung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>IEC 60793-2-50<\/strong><\/td>\n<td>Multimode Faserspezifikation<\/td>\n<td>OM1-OM5 Klassifizierung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>IEC 61754-15<\/strong><\/td>\n<td>E2000 Steckverbinder<\/td>\n<td>FTTH, Carrier-Netze<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>ISO\/IEC 11801<\/strong><\/td>\n<td>Strukturierte Verkabelung<\/td>\n<td>Geb\u00e4ude, Rechenzentren<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<h2>Zukunftssicherheit: Migration und Upgrade-Pfade<\/h2>\n<p>Die Investition in Glasfaserinfrastruktur bindet Kapital f\u00fcr Jahrzehnte. Single-Mode OS2 Installationen bieten maximale Zukunftssicherheit \u2013 die heute verlegte Faser unterst\u00fctzt problemlos zuk\u00fcnftige <strong>Terabit-\u00dcbertragungen<\/strong> durch einfachen Austausch der Endger\u00e4te. Diese Upgrade-F\u00e4higkeit macht Single-Mode zur sicheren Wahl f\u00fcr alle Backbone- und Weitverkehrsverbindungen.<\/p>\n<p>Multimode-Netze erfordern strategischere Planung. Der Sprung von OM3 zu OM4 brachte erhebliche Reichweitenverbesserungen, w\u00e4hrend OM5 prim\u00e4r durch <strong>SWDM-Unterst\u00fctzung<\/strong> (Short Wavelength Division Multiplexing) punktet. Bestehende OM3\/OM4 Infrastruktur l\u00e4sst sich durch BiDi-Transceiver (bidirektionale \u00dcbertragung) oder parallele \u00dcbertragung via MPO auf h\u00f6here Geschwindigkeiten migrieren.<\/p>\n<p>Der deutsche FTTH-Ausbau mit aktuell <strong>52,8 Prozent Homes Passed<\/strong> (Stand Juni 2025) setzt konsequent auf Single-Mode OS2. Die kommende Gigabit-Grundversorgung und die geplante Kupferabschaltung ab 2030 erfordern fl\u00e4chendeckende Glasfasernetze. Netzbetreiber, die heute in modulare Splei\u00dfsysteme investieren, profitieren von der Flexibilit\u00e4t, verschiedene Dienste und \u00dcbertragungsraten \u00fcber dieselbe passive Infrastruktur zu realisieren.<\/p>\n<h2>Messtechnik und Qualit\u00e4tssicherung: OTDR versus Lichtquellen-Messungen<\/h2>\n<p>Die Qualit\u00e4tssicherung unterscheidet sich erheblich zwischen Single-Mode und Multimode Installationen. Single-Mode erfordert pr\u00e4zisere Messger\u00e4te \u2013 ein <strong>OTDR<\/strong> (Optical Time Domain Reflectometer) f\u00fcr Single-Mode kostet ab <strong>8.000 Euro<\/strong> und misst bei 1310 und 1550 nm. Die R\u00fcckflussd\u00e4mpfung ist kritisch, besonders bei <strong>APC-Steckern<\/strong> muss sie \u00fcber <strong>50 dB<\/strong> liegen.<\/p>\n<p>Multimode-Messungen sind weniger anspruchsvoll. Ein Multimode-OTDR ab <strong>5.000 Euro<\/strong> arbeitet bei 850 und 1300 nm. Oft gen\u00fcgen einfache D\u00e4mpfungsmessungen mit Lichtquelle und Leistungsmesser f\u00fcr <strong>unter 2.000 Euro<\/strong>. Die <strong>IEC 61280-4-1<\/strong> definiert Referenzmessverfahren f\u00fcr beide Fasertypen und ist Grundlage f\u00fcr Abnahmeprotokolle.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>D\u00e4mpfungsbudget Single-Mode:<\/strong> 0,4 dB\/km bei 1310nm, 0,2 dB\/km bei 1550nm<\/li>\n<li><strong>D\u00e4mpfungsbudget Multimode:<\/strong> 3,5 dB\/km bei 850nm, 1,5 dB\/km bei 1300nm<\/li>\n<li><strong>Steckerd\u00e4mpfung:<\/strong> Max. 0,3 dB (Grade B), 0,5 dB (Grade C)<\/li>\n<li><strong>Splei\u00dfd\u00e4mpfung:<\/strong> Max. 0,3 dB f\u00fcr Einzelsplei\u00df<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Praxisbeispiel: Hybride Netzarchitektur f\u00fcr Stadtwerke<\/h2>\n<p>Ein typ<\/p>\n<p>Direkt im Shop bestellen: <a href=\"https:\/\/fiber-products.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">fiber-products.de<\/a><\/p>\n<p><!-- Anfrage CTA --><\/p>\n<section style=\"background:linear-gradient(135deg,#1a3a5c,#2563eb);padding:40px 30px;border-radius:12px;margin:40px 0;text-align:center;color:#fff\">\n<h3 style=\"color:#fff;margin:0 0 10px\">Jetzt Angebot anfragen<\/h3>\n<p style=\"color:rgba(255,255,255,0.9);margin:0 0 20px\">Kostenlose Beratung \u2013 Pers\u00f6nliches Angebot in 24 Stunden<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/fiber-products.com\/de\/anfrage\/\" style=\"background:#fff;color:#2563eb;padding:12px 28px;border-radius:6px;text-decoration:none;font-weight:700;display:inline-block\">Jetzt anfragen \u2192<\/a><br \/>\n<\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Single-Mode Glasfaser, Multimode LWL, OS2 OM4 Vergleich: Welche Glasfasertechnologie passt zu Ihrem Netzwerk? 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